Vorwurf: Straathof-Mitarbeiter erschlagen überzählige Ferkel

Das Schweinezuchtunternehmen Straathof sieht sich neuen Vorwürfen ausgesetzt. Das ARD-Magazin „Report Mainz“ berichtete am Dienstagabend, auf den Betrieben würden systematisch überzählige Ferkel an den Buchtenwänden totgeschlagen. Als Beweis werden Aufnahmen mit versteckter Kamera angeführt.

Das Schweinezuchtunternehmen Straathof sieht sich neuen Vorwürfen ausgesetzt. Das ARD-Magazin „Report Mainz“ berichtete am Dienstagabend, auf den Betrieben würden systematisch überzählige Ferkel an den Buchtenwänden totgeschlagen.
 
Als Beweis werden Aufnahmen mit versteckter Kamera angeführt, die aus den Straathof-Ställen stammen sollen. Die Tierschutzorganisation Animal Rights Watch (ARIWA) hat diese laut dem Vorsitzenden Jürgen Foß bereitgestellt. Bestätigt werden die Vorwürfe von einem früheren Praktikanten bei Straathof. Dies sei gängige Praxis. Die Sauen hätten zuviele Ferkel, so dass diese totgeschlagen würden. Laut den Unternehmensvorgaben müssten sie zwar totgespritzt werden, aber das dauere zu lange.
 
Sollten die Ferkel zu dem Zeitpunkt lebensfähig gewesen sein, sieht der Präsident der Bundestierärztekammer, Prof. Theodor Mantel, hier sogar einen Straftatbestand erfüllt. Wie er gegenüber Report Mainz erklärte, seien Tötungen nur aus einem vernünftigen Grund erlaubt.
 
Die Straathof-Holding erklärte dagegen auf Anfrage des Senders, überzählige Ferkel kämen zu Ammensauen. Die Mitarbeiter seien angehalten, alle rechtlichen Vorgaben zu erfüllen. Sollte es Verstöße gegeben haben, werde diesen nachgegangen.

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