Von der Leyen Kommission/ Anhörungen

Designierter Agrarkommissar Wojciechowski muss in eine 2. Runde Premium

Nachsitzen: Der polnische Anwärter für den Job des EU-Agrarkommissars hat nicht überzeugt. Die Entscheidung fiel am Dienstagabend. Er muss sich einer 2. Anhörung stellen

Die sieben Koordinatoren für Landwirtschaftspolitik im Agrarausschuss des Europäischen Parlaments (EP) haben mit großer Mehrheit den polnischen Kandidaten Janusz Wojciechowski nach der Anhörung am Dienstagnachmittag nach eingehender Beratung durchfallen lassen. Sowohl die Beantwortung der schriftlich gestellten Fragen als auch die fast dreistündige Befragung überzeugte die EU-Agrarpolitiker nicht.

Bereits diesen Mittwoch sollen dem Kandidaten Wojciechowski neue schriftliche Fragen vorgelegt werden. Nach deren Beantwortung soll entschieden werden, ob binnen 14tägiger Frist eine zweite Anhörung anberaumt wird.

top agrar sprach am Abend im EU-Parlament in Brüssel mit Europaabgeordneten über den Auftritt des polnischen Kandidaten für das Amt des künftigen EU-Agrarkommissars:

Unisono zeigten sich die Befragten von den Antworten des Kandidaten Wojciechowski enttäuscht. Sie erachteten das Niveau als nicht ausreichend, um die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) im Sinne der europäischen Landwirte kraftvoll voranzutreiben.

Die an den Agrarsektor gestellten Herausforderungen im Klima- und Umweltschutz sowie die internationalen Handelsbeziehungen stellten an den Agrarsektor große Herausforderungen, die es zu meistern gelte. So vermissten die EU-Abgeordneten eine klare Vision, wie Wojciechowski dem gerecht werden wolle.

Der umweltpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im EU-Parlament, Dr. Peter...

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Polnischer Agrarkommissars-Kandidat Wojciechowski muss sich 2. Anhörung im EU-Parlament stellen. Er überzeugte in der heutigen Parlaments-Befragung nicht.

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Artikel geschrieben von

Thomas A. Friedrich

Korrespondent Brüssel/Straßburg

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Diskussionen zum Artikel

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von Ahrend Höper

Kandidat Wojciechowski

braucht bestimmt keine 2. +3. Anhörung. Ein Kandidat aus der PiS Partei, der schon etliche Jahre im EU Parlament sitzt, sich an Spesen- und Tagungsgeldern unrechtmäßig bereichert geht gar nicht! Von Agrarpolitik hat er wenig Ahnung und vertritt die völlig desolaten Vorstellung der PiS Politik. Dass diese Frau v d Leyen sich überhaupt traut einen solchen , mit krimineller Energie beladenen Kandidaten aufzustellen, läßt tief blicken. Für v d Leyen sind Spesenmanipulationen ja höchstens Peanuts! Sicher hat sie PWH befragt welche Kandidaten zu ihr passen?

von Roland Opitz

Abgelehnt....

weil gegen zu wenig Strukturwandel in Richtung Industrielandwirtschaft und andererseits nicht grün genug... Nehmt doch jemand wie Häusling, dann kann sich die Europäische Landwirtschaft komplett beerdigen lassen.

von Wilhelm Grimm

Noch schwächer als Häusling

geht nicht !

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