top agrar Wahlcheck Teil 3

Was kann die Landwirtschaft nach der Wahl von der Energie- und Waldpolitik erwarten?

Energie, Wald, Wolf und Digitalisierung: Im Wahlkampf unterscheiden sich die Parteien in der Schnelligkeit für den Ausbau von Erneuerbaren und Netzen sowie den Förderbedingungen für den Wald.

Geht es um den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland unterscheiden sich die Parteien vor allem beim Tempo. Am schnellsten voran wollen die Grünen und die Linken, die sich beide schon für 2035 auf 100 Prozent Erneuerbare im Energiemix festlegen. Auch bei den genauen Zubauraten für Solar- und Windenergie haben die Grünen und die Linken konkrete Zahlen. Die SPD strebt für das Jahr 2040 ausschließlich Strom aus Erneuerbaren Energien an. Die CDU spricht vom Ausbau der Erneuerbaren wagt aber kein Datum und keine konkreten Ziele. Die FDP betont, dass sie die Erneuerbaren Energien vollständig in den Wettbewerb überführen will. Ausdrücklich abgelehnt werden die Erneuerbaren Energien hingegen von der AfD.

Verschiedene Strategien für die Förderung des Waldes

Auch der Waldschutz ist ein die Parteien übergreifendes Ziel. Allerdings wenden die Parteien dafür unterschiedliche Strategien und Prioritäten an. Explizit für eine finanzielle Honorierung der Klimaschutzleistungen der Wälder sprechen sich CDU und FDP aus. Die Grünen binden eine Förderung an „ökologische Bewirtschaftungsvorgaben“. Die SPD äußerts sich zum Wald eher sparsam und will diesen „an den Klimawandel anpassen“. Die Linke setzt auf eine „naturnahe Waldbewirtschaftung“ und ist skeptisch bei der Holzverbrennung zur Energiegewinnung. Die AfD sieht den Wald vor allem als Träger von Baumaterial und als Verhinderer für weitere Windkraftanlagen.

Unterschiedliche Ansichten zur Regulierung von Wölfen

Die Rückkehr des Wolfes und den Umgang mit den Raubtier beschäftigt nur die Wahlprogramme von CDU/CSU, FDP und AfD. Alle drei sprechen sich für eine rigoroseren Umgang und eine aktive Wolfsregulierung aus. Die Grünen gehen auf den Wolf nur indirekt ein, indem sie zwar schreiben, dass sie die Weidehaltung fördern wollen, die Herdenschutzthematik aber nicht direkt ansprechen.

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