EU-Wahlen 2019/Deutschland mit 96 EU-Abgeordneten

Weber-Bonus hilft Mortler von der CSU ins EU-Parlament

Am Montag nach den EU-Wahlen beginnt in Brüssel die Suche nach neuen Allianzen und Koalitionen. EVP-Spitzenkandiat Manfred Weber muss sich eine neue Mehrheit suchen jenseits der sozialdemokratischen Parteien. Am Dienstag kommen die EU-Staats- und Regierungschefs nach Brüssel, um über den neuen Präsidenten der EU-Kommission zu beraten.

Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis vom Montagmorgen ziehen 96 deutsche EU-Abgeordnete ins neu gewählte EU-Parlament ein. 23 CDU-Abgeordnete, 21 Grüne-Abgeordnete, 16 SPD-Abgeordnete, 11 von der AfD. Die CSU schafft einen Aufschwung und kommt erstmals mit sechs Abgeordneten ins Europäische Parlament (EP).

Grüne werden zweitstärkste Kraft in Bayern und Gesamtdeutschland

Damit gelingt nach einer anfänglichen Zitterpartie auch der CSU-Agrarsprecherin im Deutschen Bundestag, Marlene Mortler, der Einzug ins EP. Die Grünen werden zweistärkste Kraft nicht nur in Bayern, sondern auch im Deutschlandergebnis.

Von der CDU ziehen erneut Peter Jahr aus Sachsen und Norbert Lins aus Baden-Württemberg sowie Peter Liese aus Nordrhein-Westfalen ins EU-Parlament.

Die Grünen als eigentliche Gewinner in Gesamteuropa bieten aus Deutschland 21 EU-Abgeordnete auf. Neben der Grünen-Spitzenkandidatin Ska Keller behauptet sich auch der bisherige Koordinator für Agrarpolitik der Grünen im EU-Parlament, Martin Häusling aus Hessen.

Unter den Agrarpolitkern in der EU kann sich trotz herben Verlusten für die Sozialdemokraten die SPD-Abgeordnete Maria Noichl erneut für den EP-Agrarausschuss behaupten.

ÖDP und Tierschutzpartei mit je einem Sitz im EU-Parlament vertreten

Die AfD kann hingegen zulegen und zieht mit elf Abgeordneten ins EU-Parlament ein. Unter ihnen erstmals die Veterinärmedizinerin Slyvie Limmer aus dem bayerischen Landkreis Bayreuth. Die 50jährige will sich nach eigenen Angaben verstärkt um Klima-, Landschafts-, Verbraucher- und Tierschutz kümmern.

Von den fünf einziehenden FDP-Abgeordneten kommt erstmals Jan Christoph Oetjen ins EU-Parlament. Er ist Spitzenkandidat der FDP Niedersachsen und war bis 2012 im niedersächsischen Landtag Agrarsprecher der FDP-Fraktion.

Von den Freien Wählern kommen erstmals zwei Abgeordnete ins EU-Parlament. Neben der Landwirtin Ulrike Müller auch Engin Eroglu.

Die Ökologische Deutsche Partei (ÖDP) und die Tierschutzpartei kommen mit Professor Klaus Buchner sowie mit Martin Kenny Buschmann neu ins EU-Parlament.

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Artikel geschrieben von

Thomas A. Friedrich

Korrespondent Brüssel/Straßburg

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