Weitreichender Biobetrug in Italien aufgeflogen

In Italien ist ein weitreichender Betrugsfall mit Biogetreide aufgeflogen. Laut Mitteilung des italienischen Bauernverbandes Coldiretti und regionaler Medien beschlagnahmte die Polizei mehr als 2 200 t Getreide im Wert von fast 3 Mio Euro und verhaftetet 35 Personen in verschieden Teilen des Landes.

In Italien ist ein weitreichender Betrugsfall mit Biogetreide aufgeflogen. Laut Mitteilung des italienischen Bauernverbandes Coldiretti und regionaler Medien beschlagnahmte die Polizei mehr als 2 200 t Getreide im Wert von fast 3 Mio Euro und verhaftetet 35 Personen in verschieden Teilen des Landes. 

Zu den Beschuldigten zählen Teilhaber oder Geschäftsführer von Importunternehmen, aber auch Angestellte in Kontroll- und Zertifizierungsstellen. Bei den Verdächtigen wurden Grundstücke, Gebäude, Autos und Bankkonten im Wert von 26 Mio Euro beschlagnahmt.

Der Betrügerring hatte vor allem konventionell angebaute Sojabohnen, Mais und Weizen aus Moldau, der Ukraine, Kasachstan und Rumänien importiert und dann als Bioware umdeklariert. Dabei handelte es sich vor allem um Futtermittel, aber auch um einige Chargen für die Lebensmittelproduktion. Die Beschuldigten sollen seit dem Jahr 2010 auf dem italienischen Markt mit großen Mengen an Bioware aufgetreten sein. Von den Falschlieferungen sind laut Coldiretti 45 000 Landwirte betroffen. Der aktuellen Polizeiaktion waren zwei Jahre Überwachung vorangegangen.

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