Welthungerbericht bestätigt positiven Trend

Weltweit leiden rund 870 Mio. Menschen an Hunger. Das geht aus dem neuen Welthungerbericht hervor, den u.a. die UN-Landwirtschaftsorganisation FAO am Dienstag in Rom vorgestellt hat. Obwohl es im Kampf gegen chronische Unterernährung größere Fortschritte gegeben habe als bislang angenommen, sei die Zahl noch immer inakzeptabel hoch, heißt es darin.

Weltweit leiden rund 868 Mio. Menschen an Hunger. Das sind 8,3 % weniger als 1992. Das geht aus dem neuen Welthungerbericht hervor, den u.a. die UN-Landwirtschaftsorganisation FAO am Dienstag in Rom vorgestellt hat. Obwohl es im Kampf gegen chronische Unterernährung größere Fortschritte gegeben habe als bislang angenommen, sei die Zahl aber noch immer inakzeptabel hoch, heißt es darin weiter. Man sei jedoch zuversichtlich, dass mit zusätzlichen Anstrengungen eine Annäherung an das UN-Millenniumsziel möglich ist, bis 2015 den Anteil der Hungernden zu halbieren.

Noch vor einem Jahr hatten die UN-Organisationen bezweifelt, dass angesichts von Finanz- und Nahrungsmittelkrise dieses Ziel erreichbar ist. Besonders groß ist der Hunger weiterhin in Entwicklungsländern, vor allem in Asien und in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara. In solchen Ländern haben etwa 852 Mio. Menschen nicht genug zu essen. Im Schnitt seien dies 14,9 % der dortigen Bevölkerung. Mehr als 100 Mio. davon sind Kinder unter fünf Jahren. Unterernährung sei die Ursache für den Tod von 2,5 Mio. Kinder im Jahr, heißt es in dem Bericht.

FAO-Generaldirektor Graziano da Silva nannte die Zahl der Hungernden "inakzeptabel, vor allem da wir in einer Welt des Überflusses leben". Die größten Fortschritte bei der Bekämpfung des Hungers seien vor 2006 gemacht worden. Damals sanken die Lebensmittelpreise, doch seitdem sei man langsamer vorangekommen – vor allem wegen der deutlich gestiegenen Preise und der Weltwirtschaftskrise. (ad)


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