Weltweite Proteste gegen Monsanto und Gentechnik

Am Samstag hat die internationale Organisation “March against Monsanto (MAM)” zum dritten Mal zu weltweiten Protesten gegen den Saatzucht- und Pflanzenschutzkonzern Monsanto aufgerufen. Laut den Veranstaltern sollen Menschen in 36 Ländern und 500 Städten auf die Straße gegangen sein.

Am Samstag hat die internationale Organisation “March against Monsanto (MAM)” zum dritten Mal zu weltweiten Protesten gegen den Saatzucht- und Pflanzenschutzkonzern Monsanto aufgerufen. Laut den Veranstaltern sollen Menschen in 36 Ländern und 500 Städten gegen das US-Unternehmen und gentechnisch veränderte Lebensmittel auf die Straße gegangen sein. In Saarbrücken sprach die Polizei von 470 Teilnehmern, während die Organisatoren über 1000 gezählt haben wollen.
 
Laut der Saarbrücker Zeitung ist Monsanto in den vergangenen Jahren zum Symbol für gentechnisch veränderte Lebensmittel geworden. Wegen des geplanten Freihandelsabkommens mit den USA fürchteten die Teilnehmer der Demonstration, dass europäische Verbraucherschutz-Standards so aufgeweicht werden, dass gentechnisch veränderte Lebensmittel auch in Deutschland auf den Markt kommen.

Ziel der Demonstration sei es gewesen, ein Zeichen gegen den Konzern zu setzen und gleichzeitig die europäische Politik aufzufordern, das geplante Freihandelsabkommen mit den USA zu überdenken. „Wir wissen, dass wir mit einer Demonstration keinen Großkonzern stürzen, aber vielleicht können wir ja die Politik zum Handeln zwingen“, sagte Louisa Hantsche, die den Protest in Saarbrücken organisierte. Nach Informationen der Zeitung nahmen auch die Grünen-Bundesvorsitzende Simone Peter, der Linken-Bundestagsabgeordnete Thomas Lutze und der Landeschef der Piraten, Michael Hilberer, teil.

Bürger sind besorgt

In Bregenz protestierten laut österreichischen Medien unterdessen rund 2.500 Menschen; die Veranstalter sprechen von 4.000. Sie forderten die Boykottierung sämtlicher Firmen, welche Eigentum von Monsanto sind oder Monsantos genetisch modifizierte Nahrungsmittel verwenden, aber auch die Deklaration von genetisch modifiziertem Saatgut in sämtlichen Lebensmitteln. Zusätzlich sollen die gesundheitlichen Folgen der Gentechnik wissenschaftlich untersucht werden. In Bregenz gingen die Bürger zudem gegen das Fracking auf die Straße.

"Wir müssen jetzt handeln und GVO und schädliche Pestizide stoppen", sagte Tami Monroe Canal , die Gründerin von "MAM" im März in einer Pressemitteilung vor dem globalen Event ."Monsantos räuberische Unternehmens- und Geschäftspraktiken bedrohen Gesundheit, Fruchtbarkeit und Langlebigkeit von Generationen", so Canal.

Monsanto nimmt Stellung zu Demos  (24.5.2014)


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