Westfleisch-Führung weist Vorwürfe kategorisch zurück Premium

Ein Westfleisch-Manager soll angeblich 16 Mio. € für Fleischexporte nach Russland veruntreut haben. Die dadurch entstandenen Verluste habe das Unternehmen verschleiert. Im Gespräch mit top agrar online weisen Vorstand Carsten Schruck und Aufsichtsratsvorsitzender Josef Lehmenkühler die Vorwürfe strikt zurück.

Der WDR hat am vergangenen Donnerstag über Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bielefeld gegen ein ehemaliges Vorstandsmitglied und einen früheren leitenden Mitarbeiter der Westfleisch berichtet. Dabei geht es um den Vorwurf der Untreue über angeblich 16 Mio. € für Fleischexporte nach Russland. Die dadurch entstandenen Verluste habe das Unternehmen verschleiert. Außerdem stellte der Sender einen Zusammenhang zwischen den Verlusten in Russland und der Entlassung von Ex-Vorstandschef Christian Leding her, weil dieser die Aufklärung des Sachverhalts vorangetrieben habe.

Im Gespräch mit top agrar online weisen Vorstand Carsten Schruck und Aufsichtsratsvorsitzender Josef Lehmenkühler die Vorwürfe strikt zurück. „Wir haben den entstandenen Vermögensschaden bereits um mehrere Millionen Euro reduziert“, versichert Schruck. Zwischen der Abberufung von Christian Leding und der Aufklärung des Russlandgeschäfts bestehe in keinster Weise ein Zusammenhang, ergänzt Lehmenkühler. Lesen sie das gesamte Interview im Wortlaut.

Wie kam es genau zu dem Millionen-Verlust im Russland-Geschäft? Wie vertrugen sich diese Geschäfte mit den damals gültigen Sanktionsregelungen?

Carsten Schruck, Vorstand der Westfleisch SCE: 2014 trat ein EU-Exportstopp nach Russland ein. Um auch für die Zeit nach Ende dieses Embargos wichtige langfristige Geschäftsbeziehungen aufrechterhalten zu können, wurde entschieden, langjährige Partner in Russland nur noch mit Handelsware aus dem außereuropäischen Ausland...

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Es geht um 16 Mio. €, die in der Westfleischkasse fehlen könnten. Die WDR-Recherchen werfen kein gutes Licht auf den Aufsichtsrat.

Artikel geschrieben von

Dr. Ludger Schulze Pals

Leitung Landwirtschaftsverlag Münster GmbH

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Diskussionen zum Artikel

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von Diedrich Stroman

Westfleisch und die Mäster!!

Und wenn es nicht past dann macht man Hauspreise incl.die Stellschrauben der Schlachtmasken ändern! Und bis der Mäster reagieren kann, haben auch die anderen nach gezogen. Wir Schweinehalter werden sei Monaten mit Preisen unterhalb von 1.38 abgestraft und werden behandelt wie Leiharbeiter und Sklaven von dieser Branche!!,wo dort die Gewinne nur so sprudeln!!Sieht man an den Bilanzen, sollte jeder mal reinschauen!!

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