Wissenschaftler streiten über Nachhaltigkeit von europäischem Biodiesel

Rapsforscher vom Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) haben sich kritisch zu einer Meldung in der Zeitschrift "Nature" geäußert, in der Kollegen vom unabhängigen Forschungsinstitut GlobEcon in Jena die Nachhaltigkeit der europäischen Biodieselproduktion aus Raps infrage stellen.

Rapsforscher vom Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) haben sich kritisch zu einer Meldung in der Zeitschrift "Nature" geäußert, in der Kollegen vom unabhängigen Forschungsinstitut GlobEcon in Jena die Nachhaltigkeit der europäischen Biodieselproduktion aus Raps infrage stellen. Die JLU-Wissenschaftler bemängeln, dass die betreffende Nachricht auf einer vorläufigen und nicht begutachteten Studie basiere, „die unter anderem veraltete Ertragsdaten sowie nicht relevante Produktions- und Verarbeitungstechniken als Basis verwendete“.
 
Wie die Giessener Wissenschaftler weiter ausführten, ist es aufgrund der enormen Zuchtfortschritte im Laufe der vergangenen Dekaden vor allem beim Raps unverständlich, dass die Autoren der Studie Ertragsmittelwerte aus den Jahren 1991 bis 2005 als Basis für eine aktuelle Nachhaltigkeitsberechnung verwendeten. Im Vergleich dazu seien die aktuellen Winterrapserträge in den europäischen Ländern, in denen die größten Mengen Rapssaat für die Ölgewinnung und Herstellung von Biodiesel produziert würden, im Mittelwert der vergangenen Jahre um fast 40 % höher. So liege der Praxisertrag in Deutschland im Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2010 bei 4 t/ha. (AgE)


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