Förderpolitik

Wo bleibt das Konzept für die Bauernmilliarde? Premium

Genau zwei Wochen ist es her, dass der Koalitionsausschuss die "Bauernmilliarde" versprach. Einen Plan, wofür die Bundesregierung das Geld konkret ausgegeben will, gibt es noch nicht.

Es bleibt merklich ruhig zur "Bauernmilliarde" in Berlin. Die Bundesregierung hat auch zwei Wochen nach der Verkündung der Ausschüttung von 1 Mrd. € zusätzlich an die Landwirtschaft noch kein Konzept vorgelegt, in welche Programme das Geld fließen soll. „Derzeit arbeitet die Bundesregierung an einem entsprechenden Paket“, antwortet der Parlamentarische Staatssekretär des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL), Hans-Joachim Fuchtel, in dieser Woche auf eine schriftliche Anfrage der Agrarsprecherin der Linken im Bundestag, Kirsten Tackmann.

Durch entsprechend ausgestaltete Programme wolle die Bundesregierung sicherstellen, dass das zusätzliche Geld ankommt, wo es benötigt wird. „Dabei ist es wichtig, dass die Maßnahmen ineinandergreifen und sich sinnvoll ergänzen“, heißt es in dem Schreiben des BMEL weiter.

Klöckner mag Begriff "Bauernmilliarde" nicht

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner äußerte sich am Dienstag bei der top-agrar-Veranstaltung „Landwirtschaft im Dialog“ in Berlin ähnlich. Ihr Haus arbeite an einem Konzept um, das Geld für Agrarumweltprogramme und Investitionen einzusetzen. Den...

Verpassen Sie nichts mehr!

Erhalten Sie Zugriff auf diesen und alle weiteren relevanten Beiträge sowie auf unsere exklusiven Newsletter. Testen Sie jetzt ganz unverbindlich.

30 Tage kostenlos testen
Mehr erfahren

Die Redaktion empfiehlt

Die Verteilung der Bauernmilliarde in den kommenden vier Jahren steht ganz am Anfang. CDU/CSU-Fraktionsvize Connemann fordert, sie in ein Bundesprogramm zur Umsetzung der Düngeverordnung zu packen.

Nitrat/Grundwasser/DüngeVO

Petition gegen "Bauernmilliarde" gestartet

vor von Alfons Deter

Petenten aus Sachsen fordern statt der Bauernmilliarde eine Überprüfung aller deutschen Messstellen nach bundesweit einheitlichen Kriterien sowie eine technische Ertüchtigung aller Messstellen.

Die Entscheidung der Bundesregierung für die Bauernmilliarde erntet außerhalb der eigenen Reihen viel Kritik. Land schafft Verbindung (LsV) will heute noch demonstrieren.

Unter dem Druck der Bauernproteste hat sich die Bundesregierung nun zu einer Hilfe für Landwirte von einer Milliarde ausgesprochen. Sie soll sie beim "anstehenden Transformationsprozess“...


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Josef Mayr

Ruhigstellung

Landwirte, verkauft Euch nicht! Die wollen Euch nur ruhigstellen und weitermachen wie bisher.

von Diedrich Stroman

Bauernmillarde!

Wir wollen das Geld nicht, stimmt steckt es in die kaputten Messstellen, richtig so! Die Hälfte von dem Geld stecken sich sowieso die Beratungs und Gutachter Haie in die Tasche, liegen schon auf der Lauer, der Bauer der die harte Arbeit leistet, zum teil 365 Tage im Jahr ist sowieso immer der an geschissene dieser Diskutanten und Bürokraten Gesellschaft, nicht mehr oder weniger hat er davon!!! Bauern wehrt euch, sie wollen nun auch noch unsere Seele verkaufen!!

von Roland Opitz

Man braucht, ....

den Artikel doch eigentlich gar nicht lesen. Ahnungslos, richtungslos, ergibt: Regierung der Bundesrepublik Deutschland.

von Stefan Lehr

@Gerner

Man spricht nicht MIT den Landwirten, sondern nur UEBER die Landwirte!! Deshalb dauert es ja auch alles so lange und ist dann auch meistens noch Nonsens.

von Andreas Gerner

Was ist die Milliarde? PR oder Hilfe?

Wenn erst im stillen Kämmerlein der Koalition hastig der Betrag ausgefeilscht (warum Milliarde? - Weil´s gut klingt) und danach verteilt wird, wofür genau man es nehmen könnte, ist es ganz offensichtlich vorrangig ein PR GAG und ein SCHULDEINGESTÄNDNIS für politische Versäumnisse und Betrug ! -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Hätte man wirklich helfen wollen, hätte man ERST und GEMEINSAM MIT UNS ermittelt, was alles gemacht/unterstützt werden muss, DANN was das jeweils kostet und DANN AM ENDE, wie viel das in der Summe ist. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- PR oder Hilfe? Da 2 Wochen, nachdem die Summe feststand immernoch kein Verwendungsplan veröffentlicht wird, ist absolut und unverrückbar klar, dass ersteres der Sinn und Zweck ist.

von Rudolf Rößle

Erste

Schritt wäre gewesen den kleineren Betrieben einen Teil der überbetrieblichen Ausbringungskosten zu ersetzen. Zudem brauchen wir verlässliche Daten über die verschiedenen Stickstoffzusammensetzungen Ende Winter und im zeitigen Frühjahr die im Boden sind. Damit könnte der Mineralstickstoffeinsatz besser gesteuert werden.

von Heinz Göttke

Milliarde

Wer will das auch wissen. Wir wollen das Geld nicht.

von Gerd Uken

@ Lehr

Nein in Deutschland sind wir noch nicht so weit aber Carola v. Schouten die kann das schon....., Ich hoffe das das mit den Nitratmesstellen keinen Bestand hat- dann fliegt denen das um die Ohren: Hoffentlich! Die Stickstoffberechnungen in NL scheinen auch falsch zu sein.

von Stefan Lehr

@Unken

Ohne Sinn und Verstand ist ja eh eine Grundvoraussetzung zur Loesung dieses Programms. Aber das Deutschland SOWAS schon digital kann ....?

von Klaus Fiederling

Was für eine vollkommen überflüssige Frage!

Das Konzept steht längst: Die Konzeptlosigkeit! // Alle Erwartungen darüber hinaus wären doch auch wirklich vollkommen vermessen...

von Gerd Uken

@ Lehr

Dafür benötigt man kein Papier mehr das geht doch alles digital. Der neueste HIT der Gülletransport wird in Echtzeit übermittelt-die Technik ist schon so weit. Wenn man das in dem obigen Artikel so liest müsste man annehmen sie arbeiten ohne Sinn und Verstand! Da zäumt jemand das Pferd wieder von hinten auf und die gebeutelten Bauern sind doch ruhig gestellt-was wollen die denn noch.......

von Willy Toft

Wer fragt danach? Die haben Baustellen genug im Ministerium, erst mal richtig alle Themen eruieren, und dann erst auf die Bauern damit los!

Soviel Unmachbares was den Bauern abverlangt wird, wird zu einem Bauernsterben kommen! Wo bleiben die Vorschläge, wie wir das alles realisieren können, was uns aufdiktiert wird? Den Mainstream zu leben ist das Eine, sich hinter die Bauern stellen und zu versuchen Ihnen einen wirtschaftlichen Weg aufzeigen, das Andere. Kommt endlich zur Vernunft, und lasst die ganze Ernährungswirtschaft nicht auch noch den Bach runter gehen!

von Stefan Lehr

Rationelles Arbeiten

Wenn ich einen Anbauplan und eine entsprechende Konzeption erstelle, dann benoetige ich 1 - 2 Tage dafuer. Setzt man voraus, dass hier in diesem Fall noch Basisdaten erhoben werden muessen, dann haette dies von den Fachkraeften der Ministerien in den letzten 2 Wochen erledigt sein koennen. ABER: 1. Es fehlen die externen Berater. 2. Keiner weis vieviel er aus seinem Ressort abgeben will. 3. Eigentlich will keiner irgend etwas bezahlen und 4. Das Layout fuer die Formulare (incl. der Zahl der Durchschlaege, die Papiersorte und -farbe) sind noch nicht von der Werbeagentur vorgelegt worden. Welch ein Affentheater!

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen