Wolfsausbreitung gefährdet Freilandhaltung in ganz Europa

„Dass sich ein Raubtier wie der Wolf in landwirtschaftlich genutzten Gebieten frei entfalten kann, gab es noch nie! Die Tiere verbreiten sich rasant. Der Wolf ist eine akute Gefährdung unserer alpenländischen Weidewirtschaft, aber auch der Freilandhaltung in ganz Europa.“ Das schreibt Bergbauer Georges Stoffel.

„Dass sich ein Raubtier wie der Wolf in landwirtschaftlich genutzten Gebieten frei entfalten kann, gab es noch nie! Die Tiere verbreiten sich rasant. Der Wolf ist eine akute Gefährdung unserer alpenländischen Weidewirtschaft, aber auch der Freilandhaltung in ganz Europa.“ Das schrieb Georges Stoffel, Bergbauer im Schweizer Kanton Graubünden in einem Leserbrief in der dortigen Bauernzeitung.
 
Stoffel bedauert, dass Naturschutzverbände wie Pro Natura oder WWF trotz gegenteiliger Tatsachen behaupten würden, dass das Zusammenleben mit dem Wolf bei genügend Herdenschutzmaßnahmen gut funktioniere. Angeblich sei der Schutz der Nutztiere voll gewährleistet. „Das stimmt nachweislich nicht.“ Laut dem Bauern stellen sich die Befürworter geschickt an und diffamieren die Bauern so wie beim Thema Pflanzenschutz. Auch beim Wolf seien die Bauern schuld, weil sie angeblich zu wenig beim Herdenschutz unternähmen, ärgert sich Stoffel.
 
„Es ist einfach, die paar übrig gebliebenen Bergbauern zu Sündenböcken zu machen und damit Spenden zu generieren, als den Konsumenten in die Pflicht zu nehmen, der dann wohl kaum mehr Spenden würde. Wir (Schweizer) Bauern, die nur noch 3 % der Bevölkerung ausmachen, werden von ihnen als zu verwaltende Missetäter und die 84 % urbanen Menschen werden als Spender und Unterstützer manipuliert“, so der Landwirt weiter. Er vergleicht die Spenden der Bürger mit einem Ablasshandel.
 
Wie seine deutschen Kollegen verweist auch Stoffel auf Untersuchungen aus Frankreich (siehe Link unten).  Dort gibt es ca. 400 Wölfe, wovon zwei Drittel in den Alpen leben. 2015 habe es dort über 10.000 getötete Schafe, Kühe und Pferde gegeben. „In einzelnen französischen Departements herrschen unbeschreibliche Zustände; die Tierhalter sind verzweifelt. In einigen Regionen ist das Tragen von Waffen erlaubt. Und es gibt Einsatzgruppen, die kurzfristig gegen den Wolf eingesetzt werden können.“ Wenn nichts passiere, werde es sowas auch bei uns geben, warnt Stoffel.

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