Zahl der Agrarbetriebe in Sachsen-Anhalt steigt

In Sachsen-Anhalt findet im Vergleich zu vielen Regionen Deutschlands eine Trendumkehr statt. Dort steigt die Anzahl der Betriebe und gleichzeitig fällt die durchschnittliche Betriebsgröße. Diese liegt allerdings derzeit bei 278,8 Hektar je Betrieb.

In Sachsen-Anhalt findet im Vergleich zu vielen Regionen Deutschlands eine Trendumkehr statt. Dort steigt die Anzahl der Betriebe und gleichzeitig fällt die durchschnittliche Betriebsgröße. Diese liegt allerdings derzeit bei 278,8 Hektar je Betrieb.

Die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe hat sich in Sachsen-Anhalt von 2013 bis 2016 um 2,8 Prozent (117 Betriebe) vergrößert und stieg von 4.232 auf 4.349 Betriebe an. Das berichtet das Statistische Landesamt des Bundeslandes. Zwischen der Agrarstrukturerhebung 2013 und der Landwirtschaftszählung 2010 hatte es hingegen kaum Veränderung (+ 0,3 % bzw. + 13 Betriebe) gegeben. Nach endgültigen Ergebnissen bewirtschafteten im Jahr 2016 in Sachsen-Anhalt 4.213 landwirtschaftliche Betriebe insgesamt rund 1,175 Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche. Die übrigen 136 Betriebe verfügen über keine landwirtschaftliche Fläche, so das Landesamt.

Die Größe der landwirtschaftlichen Fläche hat sich gegenüber den Jahren 2013 und 2010 kaum verändert (jeweils 1,173 Mio. ha). Die durchschnittliche Betriebsgröße mit 278,8 Hektar lag im Jahr 2016 unter der im Jahr 2013 (284,2 ha). Bei der Landwirtschaftszählung im Jahr 2010 betrug sie 282,7 Hektar je Betrieb.

Von der landwirtschaftlich genutzten Fläche im Jahr 2016 wurden 84,8 Prozent als Ackerland (996.132 ha), 15 Prozent als Dauergrünland (175.764 ha) und 0,2 Prozent für Dauerkulturen (2.563 ha) genutzt. Neben dem Anbau von Winterweizen (33,0 %) dominierten Winterraps (17,1 %) und Silomais (12,8 %) den Ackerbau im Jahr 2016.
Während sich die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe gegenüber der Landwirtschaftszählung 2010 um 3,1 Prozent erhöhte (130 Betriebe), blieb die landwirtschaftlich genutzte Fläche fast unverändert (+ 0,1 % bzw. + 1.440 ha). Rund 5 Prozent (2016: 5,3 %; 2010: 5,2 %) der landwirtschaftlichen Fläche wurde von mehr als der Hälfte der landwirtschaftlichen Betriebe (2016: 51,7 %; 2010: 50,3 %) in der Größenklasse bis 100 Hektar bewirtschaftet. Jeder 5. Betrieb in Sachsen-Anhalt zählte bei beiden Erhebungen (2016 bzw. 2010) zu der Größenklasse von 200 bis unter 500 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche. Etwa jeder 10. Betrieb (2016: 10,3 % bzw. 2010: 10,0 %) gehörte zu der Größenklasse von 500 bis unter 1.000 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche. Diese Betriebe bewirtschafteten rund ein Viertel der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche (2016: 25,6 %; 2010: 24,7 %). Der größte Teil der landwirtschaftlich genutzten Fläche befand sich mit 39,8 Prozent bzw. 40,8 Prozent (2016 bzw. 2010) in der Größenklasse von 1.000 und mehr Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche, die von 6,6 Prozent bzw. 6,7 Prozent (2016 bzw. 2010) der Betriebe bewirtschaftet wurde.

Im Jahr 2016 wurden von der landwirtschaftlich genutzten Fläche 84,8 Prozent als Ackerland (996.132 ha), 15,0 Prozent als Dauergrünland (175.764 ha) und 0,2 Prozent für Dauerkulturen (2.563 ha) genutzt. Auf mehr als der Hälfte des Ackerlandes (55,4 %) wurde im Jahr 2016 Getreide zur Körnergewinnung (einschließlich Saatguterzeugung) angebaut. Ölfrüchte zur Körnergewinnung (einschließlich Saatguterzeugung) folgten mit 17,5 Prozent (darunter Winterraps mit 17,1 % bzw. 170.471 ha) und Pflanzen zur Grünernte mit 15,7 Prozent (darunter Silomais mit 12,8 % bzw. 127.980 ha). Die dominierende Anbaukultur ist seit Jahren der Winterweizen, welcher auf einem Drittel des Ackerlandes (33,0 % bzw. 328.861 ha) wuchs.

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