Zu viele Feuerwehreinsätze: SPD will Landwirte zum Brandschutz zwingen - Dürre2018

In Sachsen-Anhalt musste die Feuerwehr im Juli fast 400 Mal wegen Bränden ausrücken. Über 400 ha Wald und Feld sollen schon verbrannt sein, berichtet die Bildzeitung. Da die Zahl und das Ausmaß der Feuer inzwischen aber derart Überhand nimmt, will SPD-Sprecher Rüdiger Erben die Landwirte zum Extra-Brandschutz zwingen.

In Sachsen-Anhalt musste die Feuerwehr im Juli fast 400 Mal wegen Bränden ausrücken. Über 400 ha Wald und Feld sollen schon verbrannt sein, berichtet die Bildzeitung. Da die Zahl und das Ausmaß der Feuer inzwischen aber derart Überhand nimmt, will SPD-Sprecher Rüdiger Erben (50) die Landwirte zum Extra-Brandschutz zwingen. „Brandschutz bei Feldarbeiten ist nicht nur Sache der Freiwilligen Feuerwehren. Auch die Landwirte sind in der Pflicht“, so der SPD-Politiker laut Bild.
 
Sein Vorschlag: Landwirte sollen bei Erntearbeiten ausreichend Löschwasser vor Ort haben und einen Traktor mit Pflug bereithalten, der Brandschneisen anlegen kann. Zwar würden sich bei starker Trockenheit Feldbrände nicht völlig vermeiden lassen, so der Politiker. Ihr Ausmaß könne man so jedoch deutlich verringern. „Deshalb bedarf es hier keiner Empfehlungen, sondern klarer Vorgaben des Landes“, so Erben.
 
Sachsen-Anhalts Bauernverbandspräsident Olaf Feuerborn (56) hält das für übertrieben: „Unsere Landwirte sind bereits für die Vorbeugung und schnelle Bekämpfung von Feuern sensibilisiert.“ Auf den Maschinen seien Feuerlöscher an Bord und je nach betrieblichen Möglichkeiten Wasserfass und Scheibenegge in der Nähe. „Was wir brauchen, sind daher keine Gesetze, sondern eine Wertschätzung der Feuerwehren. Die Kameraden kommen auf dem Land nämlich zu einem Großteil aus der Landwirtschaft.“

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

Schreiben Sie Alfons Deter eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Rudolf Rößle

Auch mit dabei

bei Festen und Beerdigungen. Posaunendienst,Chor und Helfer.

von Michael Behrens

@Hans Merk

Top! Daumen hoch!

von Hans Merk

War gestern Böschungsbrand an der Bundesstraße löschen

wer kam als erstes: der Bauer´. Wer wässerte als die Straßenmeisterei nebenan Bäume goss den Brandherd nochmals: der BAUER mit dem Güllefaß. Und wer ging als Letzter : der Bauer. Und wer ist nicht aus der FFW ausgetreten als die Feuerschutzabgabe gefallen ist ; der Bauer. Und welche Kinder kommen neu zur Feuerwehr weil sie die Wichtigkeit erkannt haben: die der Bauern. Und in welchen Parteien gibt's die meisten Arschlöcher: die mit den wenigsten Bauern.

von Eike Bruns

1931-1932

Ich interessiere mich für Geschichte. Nitrat die Bauern sind schuld (niemand untersucht mal wie viel die überbordende Wasserentnahme in gerade den roten Kreisen damit zu tun hat) , Antibiotika und MRSA die Bauern (obwohl Kläranlagen davon zu 100% betroffen sind), Stalleinbruch/Selbstjustiz darf ja muss man sogar bei Bauern machen, Dürre ja natürlich die Bauern (obwohl nur der Austrag bewertet wird und nie der Eintrag von Klimagasen durch Photosynthese),jetzt ZWANGSverpflichtung zum Brandschutz und das neben der tägl. ARBEIT. Ja die Bauern sind schon ein Unglück der Gesellschaft.

von Karlheinz Gruber

Vergessen

Wie wäre es dann mit einem Rauchverbot in der Natur, ein komplettes Betretungsverbot aller, die nichts dort zum Suchen haben, Drastische Strafen für die Leute, die die Kippen aus dem Auto schleudern (waren viele Ursachen), Glasflaschen und Müllentsorger usw. Aber halt, das trifft ja nicht unbedingt die Landwirte. LAngsam kann man sagen SPD und Grüne, die Hassgegner der LDW

von Karlheinz Gruber

ganz ein schlauer

der feine Herr Politiker. Auf dem Land sind die Bauern die Leute, die alles liegen lassen und Ausrücken. Wenn dann, dem Helfer aber was passiert, wird er abgerechnet wie ein Bauhofmitarbeiter der Kommune. Das heißt, ein Unfall bei der FF kann für den Helfer existenzbedrohend werden. Auch für die Familie. Darauf habe ich schon lange hingewiesen, aber selbst die SPD hält es nicht für Nötig den Schutz der Ehrenamtlichen auf 100 % Schadensfreiheit zu stellen. und keiner verursacht bewußt Feuer bei der Arbeit zu verursachen und seine Werte zu zerstören!!!!. Aber das Problem der SPD ist, die haben keine Ahnung mehr von der Natur, wie Ihre Forderungen in der LDW zeigen. Der feine Herr sollte mal wieder in den kühlen Schatten, oder einfach mal aktives Mitglied werden, und auch wirklich ausrücken, statt Phrasen zu dreschen. Und die Auto und Flugindustrie ,bzw. Wirtschaft mal in die Pflicht nehmen wegen dem Klimawandel. Aber das geht nicht, wäre ja gegen den Mainstream. Der Tod eines Volkes waren schon immer dekandente Politiker aller Coleur....

von Harald Finzel

Danke Düngeverordnung!

Hier in der Gegend halten viele Bauern ganz freiwillig (!) ein Güllefass voll Wasser vor. Noch. Dank der Düngeverordnung ist absehbar, dass hier bis 2025 die rund 80% kleinen tierhaltenden Betriebe aus dem Markt gedrängt werden. Die 20% überlebenden Tierhalter werden die Gülleausbringung an überregionale Lohnunternehmen abgeben, oder selbst in Düngeverordnungs-konforme Technik investieren. Ich stelle mir gerade vor, wie demnächst Feld- und Waldbrände mit Schleppschlauchverteilern gelöscht werden...

von Alexander Audrit

Oh...

...weiß da wieder einen Schlauer Politiker was. Macht euch ruhig wichtig. Ihr würdet besser dafür sorgen das die Feuerwehren besser ausgestattet werden. Ich bin selbst Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und wir kaufen unsere Ausrüstung teilweise mit Privatgeld weil Ihr nicht im Stande dazu seid mit Geld umzugehen!!! Übrigens: Bei uns haben die Landwirte Ihre Vakuumfässer gespült und mit Wasser gefüllt parat stehen. Schließlich ist uns selbst der Schutz der Natur und unsere Ernte sowie der Maschinen am Herz sehr gelegen!

von Wilhelm Gebken

Die Spezialdemokratische Partei Deutschlands

Da wissen wir jetzt was auf uns zukommt, wenn sie überall zusammen mit den Grünen und den ganz Linksaussen regieren werden.

von Josef Fischer

Die SPD vergisst da aber was

In vielen ländlichen Regionen sind die Landwirte das Rückrat der Feuerwehr. Wenn es bei uns im Dorf tagsüber brennt, würde es ohne Landwirte ganz zappenduster ausschauen, denn die Nichtlandwirte sind da alle in der Arbeit, und das teilweise in 50 km Entfernung...

von Frank Groenewold

Bei der SPD brennt es doch überall in der eigen Partei ( weit unter 20%)

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen