Zwei Ernten verbuchen?

Wegen der Dürre haben viele Landwirte bereits vor dem Bilanzstichtag (30.6.2018) mit der Ernte begonnen. In diesem Fall müssen sie im Wirtschaftsjahr 2017/2018 zwei Ernten verbuchen, was mit einer höheren Steuerlast verbunden ist.

(Symbolbild) (Bildquelle: Brüggemann)

Wegen der Dürre haben viele Landwirte bereits vor dem Bilanzstichtag (30.6.2018) mit der Ernte begonnen. In diesem Fall müssen sie im Wirtschaftsjahr 2017/2018 zwei Ernten verbuchen, was mit einer höheren Steuerlast verbunden ist.

Im Wirtschaftsjahr 2018/2019 würde dagegen eine Ernte fehlen. Der Hauptverband der landwirtschaftlichen Buchstellen und Sachverständigen e.V. (HLBS) hat sich daher an das Bundesfinanz- und Bundeslandwirtschaftsministerium gewandt, um auf dieses Problem aufmerksam zu machen.
Der HLBS schlägt vor, dass die Landwirte, die durch die verfrühte Ernte erzielten Einnahmen einmalig in eine Rücklage einzahlen, die sie dann im Wirtschaftsjahr 2018/2019 gewinnerhöhend auflösen. Ob es dazu kommt, ist derzeit noch unklar.

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Diskussionen zum Artikel

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von Wolfgang Schuchard

Das wäre ja der Super GAU. Wenn schon deutlich geringere Einnahmen aus der Ernte fließen, die auch noch im "falschen" Steuerjahr verbuchen zu müssen, weil Erntevorräte im Lager in der Regel zu bewerten sind, auf dem Feld aber nicht. Der aufgezeigte Lösungsweg wäre angemessen und sicherlich auch mit wenig Aufwand realisierbar. Hoffen wir, dass es auch dazu kommt. Ein Steuerprüfer hätte sonst sicherlich keine Möglichkeit, "ein Auge zudrücken", wenn ihm auch nur ein Lieferschein eines Landhändlers oder Lohnunternehmers unterkommt, der darauf schließen lässt, dass die Ernte vor dem Stichtag eingebracht wurde.

von Willy Toft

Sonst hat man keine Sorgen??

Wenn so etwas nicht mit Logik angegangen werden kann, dann sieht es traurig bei uns aus!!!

von Heinrich Vinnemann

Finanzbeamter - Weihnachtsmann ?

Ja wer glaubt denn noch an den Weihnachtsmann. Die Finanzbeamten haben doch alle Hände voll zu tun das überschüssige Geld in Säcke zu packen. Die Nöten der Bauern gehen denen schon immer am Arsch vorbei.

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