ASP und Corona: Wie Viren Agrarmärkte verändern

Nach der Afrikanischen Schweinepest wird China auch noch vom Coronavirus heimgesucht. Weltweit schauen Exporteure gebannt auf die Volksrepublik. Dabei geht es nicht nur um Schweinefleisch.

Unser Autor

Heribert Breker, Landwirtschaftskammer NRW

Heribert Breker, Landwirtschaftskammer NRW

Heribert Breker, Landwirtschaftskammer NRW

Über die afrikanische Schweinepest (ASP) in China und ihre Folgen für den globalen Schweinemarkt ist schon viel geschrieben worden. Fakt ist: Schweinefleisch ist in China so knapp und teuer geworden, dass Verbraucher andere Proteinquellen suchen. Doch das Virus wirkt sich auch auf andere Agrarmärkte aus. Der weltweite Agrarhandel ist im Ausnahmezustand und wird nun durch die Ausbreitung des Coronavirus zusätzlich verunsichert. Was heißt das für die Märkte?

Fleischverzehr bricht ein

Der Speiseplan von 1,44 Mrd. Chinesen hat sich dramatisch verändert. Traditionell dominiert Schweinefleisch mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 38 kg pro Jahr die Mahlzeiten. Nachdem die ASP übers Land gezogen ist, stehen im laufenden Jahr nur noch 26 kg zur Verfügung – inklusive Importe. Kein Wunder, dass die Erzeugerpreise mittlerweile auf über 6 €/kg SG gestiegen sind. Die Ausbreitung des Coronavirus hat den Preisauftrieb sogar beschleunigt, weil Importfleisch wegen Mitarbeitermangel nicht abgeladen wird. Trotz der logistischen Probleme geht das US-Agrarministerium (USDA) für 2020 von einer Verdoppelung der Schweinefleischeinfuhren auf 4 Mio. t im Vergleich zu 2018 aus (siehe Übersicht 1).

Hähnchen im Schweinestall

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