Bioland im Lidl: Passt das? Premium

Bioland-Waren gibt es künftig bei Lidl. Klappt das? Wir haben bei Verantwortlichen und Landwirten nachgefragt.

Herr Plagge, warum arbeitet Bioland mit einem großen Discounter zusammen?

Plagge: Mit dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH) arbeiten wir seit langer Zeit gut zusammen. Auch mit Regionalgesellschaften der Edeka gibt es eine Partnerschaft. Lidl ist zusätzlich auf Bioland zugekommen und wollte eine Partnerschaft entwickeln. Wir haben lange diskutiert und entschieden, dass wir keinen Vertriebsweg ausschließen können und wollen. Allerdings haben wir Hürden und Kriterien definiert, damit unsere Werte und Prinzipien auch im LEH gesichert bleiben. Lidl hat sich diesen Vorgaben glaubwürdig gestellt und sich verpflichtet, sie einzuhalten.

Bock: Bioland ist der führende Verband für ökologischen Landbau und der perfekte Partner für uns. Wir teilen das Ziel, dem Verbraucher auf breiter Basis Zugang zu hochwertigen Lebensmitteln aus heimischem Bio-Anbau nach strengen Richtlinien zu verschaffen. Dazu brauchen wir als großer Lebensmittelhändler eine hohe Warenverfügbarkeit, die der Verband mit seinen rund 7300 Landwirten sicherstellen kann. Zudem hat Bioland eine hohe Glaubwürdigkeit. Das wurde auch im Vorfeld der Zusammenarbeit sichtbar, in der Bioland mit vielen Detailfragen sehr ernsthaft an die Kooperation herangegangen ist.

Warum haben Sie Bioland gewählt?

Bock: Die Zusammenarbeit mit Bioland und die schrittweise Umstellung unseres Bio-Sortiments auf den hohen Bioland-Standard ist ein konsequenter nächster Schritt auf unserem Weg, Deutschlands nachhaltigster Discounter zu werden. Denn die sieben Bioland-Prinzipien tragen zu einer zukunftsfähigen Lebensmittelherstellung und Landwirtschaft bei. Mit einem erweiterten Bioland-Angebot ermöglichen wir Millionen von Verbrauchern den Zugang zu hochwertigen Bio-Produkten und erfüllen ein weiteres Qualitätsversprechen.

Welche Chancen verspricht sich Bioland davon?

Plagge: Unser Ziel ist, den ökologischen Landbau zu fördern und voranzubringen. Je mehr Betriebe auf diese Art der Landbewirtschaftung umstellen, desto mehr profitieren Umwelt, Nutztiere und die Verbraucher. Mit dieser Haltung ist es nur konsequent, auch die Vertriebswege auszuweiten. Allerdings soll dies nicht im Rahmen der klassischen Austauschbarkeit...

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Artikel geschrieben von

Christian Brüggemann

Redakteur Markt

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Gesa Harms

Redakteurin Betriebsleitung

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