„Das ist Aktionismus“

Die Werkverträge in der Fleischwirtschaft kommen durch die Coronakrise unter Beschuss. Berlin will sie verbieten. ZDG-Präsident Friedrich-Otto Ripke warnt davor und sieht auch Folgen für Tierhalter.

Die Bundesregierung will Werkverträge in der Schlachtbranche ab Januar 2021 verbieten. Hat es die Fleischbranche „zu bunt“ getrieben?

Friedrich-Otto Ripke: Nein! Wenn es jemand zu bunt treibt, dann eindeutig die Politik. Das Aus für Werkverträge und Arbeitnehmerüberlassung allein in der Fleischindustrie ist nichts anderes als politischer Aktionismus. Ohne die betroffene Branche überhaupt anzuhören, wird die gesamte Fleischwirtschaft in Deutschland unter Generalverdacht gestellt. Das ist kein verantwortungsbewusster Politikstil.

Arbeitsminister Hubertus Heil möchte mit seinem Programm Arbeitnehmer schützen. Finden Sie das überflüssig?

Ripke: Das Programm enthält auch positive Ansätze. Aber ein Verbot der Werkverträge ist weder geeignet, die Arbeitsbedingungen zu verbessern, noch hilft es effektiv, Corona-Infektionen zu verhindern.

Was ist eigentlich falsch daran, wenn alle Arbeiter direkt bei den Schlachtunternehmen angestellt sind?

Ripke: Werkverträge...


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