Faires Handeln wird Pflicht

Im Agrar- und Lebensmittelhandel gilt oft das Recht des Stärkeren. Das spüren nicht zuletzt die Bauern. Die EU hat jetzt fairere Spielregeln erlassen. Umsetzen muss diese die Bundesregierung.

Für Landwirte und Lebensmittelverarbeiter ist es wohl der „worst case“: Frische, verderbliche Ware wird vom Abnehmer in letzter Minute abbestellt, Verderb und Erlösaufall für die gesamte Partie drohen. Verarbeiter wiederum werden von ihren Abnehmern oft genug ebenfalls mit zahlreichen Abzügen, Kosten usw. gegängelt. Beispiel: Ein Hersteller sollte einem Händler rückwirkend für ein Jahr einen “Spannenausfall“ erstatten, weil dieser für die eingekaufte Ware nicht die erwarteten Erlöse erzielen konnte.

Gegen solche „unfairen Handelspraktiken geht die EU-Kommission jetzt verstärkt vor. Ende 2018 brachte Brüssel dazu eine Richtlinie auf den Weg, das EU-Parlament hat diese Mitte März gebilligt, der EU-Rat stimmte Anfang April dafür. Bislang übliche Praktiken werden verboten, wie...


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