Ferkel werden knapper und teurer Plus

Der fortschreitende Abbau der Sauenherden in vielen EU-Ländern sorgt zunehmend für einen Mangel an Ferkeln. Das macht die Einstalltiere teurer.

Deutschland hat seit Jahren ein mehr oder weniger stabiles Defizit von rund 11 Mio. Ferkeln bzw. knapp 20% des Bedarfs. Ursache ist ein fortlaufender Rückgang der Sauenbestände in der Vergangenheit in einem Umfang, der nicht mehr durch steigende Ferkelleistungen wieder ausgeglichen werden konnte.

Massiver Strukturwandel

Zugleich hat ein grundlegender Strukturwandel stattgefunden. In früheren Jahrzehnten war die arbeitsintensive Sauenhaltung eine Domäne des flächenarmen Familienbetriebes mit Bestandsgrößen bis zu 150 bis 200 Sauen. Die Tierzahlen in der Gruppe der Betriebe mit unter 100 Sauen ist heute zusammengeschrumpft auf rund 6%. Die Gruppe der 100 bis 250 Sauen liegt nur noch bei 25%. In der Bestandsgrößenklasse ab 500 Sauen werden heute mehr als 40% der Tiere gehalten.

Dabei handelt es sich um Betriebe mit Fremdarbeitskräften. Aufgrund arbeitsteiliger Spezialisierung erzielen diese hohe Leistungen. Große Verkaufsgruppen kommen der Mästernachfrage nach einheitlichen Partien in Abteilgrößen entgegen. Darüber hinaus werden Aufschläge für Sonderleistungen bezahlt. Regional betrachtet hat der Sauenrückgang besonders stark in den süddeutschen Bundesländern stattgefunden, in denen eine kleinbetriebliche Struktur vorherrscht. Hier wurden in der...


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