Frühkartoffeln versprechen attraktive Preise Premium

Die Frostnächte vom April verzögern die Frühkartoffel-Ernte. Das dämpft die Konkurrenz zur Importware. AMI-Experte Christoph Hambloch rechnet deshalb mit guten Preisen.

Diese Kartoffelsaison begann mit frühen Pflanzterminen und einer raschen Anfangsentwicklung der Kulturen. Skeptiker unkten deshalb, Frühkartoffelerzeuger sollten sich auf schwierige Vermarktungsbedingungen einstellen. Je eher deutsche „Frühe“ auf den Markt kommen, desto stärker müssen sie in der Tat mit Importknollen, deren Zufuhr erst langsam zurückgeht, um die Gunst der Verbraucher konkurrieren. Mittlerweile haben sich die Startbedingungen für die Vermarktung deutscher Frühkartoffeln aber wieder verbessert – ungünstigen Witterungsbedingungen sei Dank.

Und dann kam Frost:

Insgesamt dürfte das in Deutschland mit Speisefrühkartoffeln bestellte Areal kaum größer sein als im Jahr 2016. Bei frühem Verarbeitungsrohstoff gab es regional hingegen Zuwächse.

Die Flächen sind aber nur die halbe Wahrheit. Entscheidend sind die Erträge. Diese schwanken normalerweise stark, und in diesem Jahr hat der Optimismus stellenweise schon früh einen Dämpfer bekommen, und zwar in der Woche nach Ostern. In zwei bis drei Nächten gab es deutschlandweit Nachtfrost mit -2 bis -7°C. Das hat die Entwicklung der Knollen im Prinzip auf Normalmaß zurückgestutzt.

Einige weit entwickelte Bestände froren sogar komplett zurück. Das bedeutet nicht nur eine erhebliche Ernteverspätung, sondern auch deutliche Ertragseinbußen. Solche Fälle waren aber eher die Ausnahme. In der Regel froren die äußersten Blätter etwas zurück. Das führt nicht unbedingt zu Ertragseinbußen, die Wachstumsdauer wird aber etwas verlängert. In der Woche nach den Frösten blieb es in Deutschland zudem kalt und trocken, was die Regeneration der Kartoffelstauden verlangsamte.

Falls es im Mai keine weiteren bösen Überraschungen bei den Wachstumsbedingungen gibt, ist wohl ab der zweiten Junihälfte mit festschaligen Frühkartoffeln aus dem Südwesten zu rechnen. Und dann wird...

Weiterlesen mit PREMIUM
Jetzt 30 Tage gratis testen
Mehr erfahren

Artikel geschrieben von


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen