Kartoffelstäbchen in der Coronakrise Plus

Die Coronakrise mit ihren Einschränkungen hat den Pommes frites-Absatz weltweit einbrechen lassen. Die Börsenkurse sind auf ein historisches Tief gefallen. Rufe nach Hilfe ertönen.

Ausgerechnet die Fritten! Das Grundnahrungsmittel in Kantinen, Restaurants und Fast Food-Betrieben leidet wie kaum ein anderes Lebensmittel unter den Folgen der Corona-Epidemie. Weil Verbraucher weltweit in diesem Frühjahr über Monate weniger bis gar nicht mehr „Außer Haus“ essen können, ist der Absatz der frittierten Kartoffelstäbchen seit Ende März drastisch eingebrochen. In der heimischen Küche heizen die wenigsten Verbraucher die Fritteuse oder den Backofen für Pommes frites an.

Zwangsweise steht damit in Frankreich, Belgien, den Niederlanden und in Deutschland die Wertschöpfungskette „Verarbeitungskartoffel“ quasi still: Die Nachfrage nach Pommeskartoffeln ist nach Branchenangaben mindestens halbiert, teils um zwei Drittel reduziert. Werke haben ihre Produktion gestoppt, Kartoffeln stauen sich in den Lagern, sowohl in den Werken als auch bei den Landwirten, die Teile der letztjährigen Ernte als „freie“, also nicht vertraglich gebundene Ware noch vermarkten müssen.

ganze Branche steht still!

Über die Pommeshersteller schlägt die Krise damit auf die Kartoffelanbauer durch, die so teils noch auf unverkauften Kartoffeln aus der letzten Ernte sitzen und zugleich schon wieder für die neue Ernte gepflanzt haben. Von einer echten Pommes-Krise spricht denn auch Bauernverbands-Präsident Joachim Rukwied. Die Läger seien voll mit Kartoffeln, die eigentlich zu Pommes frites verarbeitet werden sollten. Allein die deutschen Bauern säßen auf einem Berg von mindestens 350000 t.

Doch der...

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