Milch: Wo bleibt die Wende zum Besseren?

Der Welt-Milchmarkt schwächelt weiter. Die Anlieferungen dürften aber den Zenit erreicht haben, und der EU-Export läuft besser als erwartet, berichtet Marktexperte Dr. Vinzenz Bauer von der LWK Niedersachsen.

Keine Frage: Milcherzeuger stehen mit dem Rücken zur Wand. Seit Monaten gehen die Milchpreise in den Keller. Denn in vielen Teilen der Welt wird auf Hochtouren gemolken, während die Nachfrage nach Milchprodukten auf der Stelle tritt. Von einem Durchstarten, von dem viele nach dem Ende der Milchquotenregelung in der EU geträumt haben, kann keine Rede sein. Im Gegenteil, etliche Betriebsleiter – das gilt besonders für diejenigen, die erst kürzlich viel Geld für neue und größere Ställe ausgegeben haben und entsprechend hoch bei ihrer Bank in der Kreide stehen – machen sich ernsthaft Sorgen um ihre Zukunft.

Ein Hoffnungsschimmer:

Allmählich reagieren aber Milcherzeuger in vielen Ländern auf die schlechten Erlöse, indem sie ihre Produktion drosseln. Vielerorts werden überdies zunächst geplante Wachstumsschritte erst einmal verschoben. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA), das regelmäßig Berichte zum internationalen Markt erarbeitet, rechnet deshalb mit einer geringeren Steigerung der Milcherzeugung als bisher angenommen:

  • In der EU werden sich die Anlieferungen mit 147 Mio. t Milch laut USDA im Jahr 2015 voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres bewegen, eventuell auch leicht darüber.
  • In Neuseeland, das am Weltmarkt eine entscheidende Rolle spielt, soll die Erzeugung im Vergleich zu 2014 hingegen um 1 % sinken. Vor einem halben Jahr erwartete man noch plus 2 %.
  • Australien könnte die Erzeugung wegen verbesserter biologischer Leistungen dagegen leicht steigern. Der Kuhbestand bleibt allerdings unverändert.
  • Argentiniens Milchproduktion sinkt um 9 %. Dort kämpfen die Landwirte mit Klimakapriolen und schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
  • Die USA selbst werden mit 94,7 Mio. t zwar immer...

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