Regionale Label: Was ihren Erfolg ausmacht Premium

Was unterscheidet ein erfolgreiches Regionalprogramm für Rindfleisch von einem Ladenhüter? Und was haben die Erzeuger davon? Eine Analyse der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf.

Verbraucher, die bei Rindfleisch auf eine hohe Qualität und regionale Herkunft Wert legen, bekommen heute einiges geboten. Die Vielfalt der regionalen Fleischprogramme ist kaum zu überschauen, stetig kommen neue hinzu.

Der Markt für Premiumfleisch wächst offenbar noch. Denn sogar Programme, die es schon zehn oder gar über 20 Jahre lang gibt, verzeichnen Zuwächse und suchen weitere Lieferbetriebe. Wie kann das sein? Was sind ihre Erfolgsfaktoren, und lohnt es sich für die Erzeuger? Wo sind die Herausforderungen, und wie lassen sie sich lösen?

Diese Fragen analysierte Laura Butz von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf anhand von 15 bayerischen Initiativen. Darunter waren neben Marken- und Qualitätsfleischprogrammen, wie zum Beispiel die Feneberg-Marke „Von Hier“, Biofleischlabels wie das „Chiemgauer Naturfleisch“ und diverse Naturschutzprojekte wie die „Weidewelt Frankenwald.“ Die Mehrzahl vermarktet Färsen und Ochsen aus der Mutterkuh-, einzelne auch Rinder aus der Milchviehhaltung.

Kompetenz im Management

Allen untersuchten Fleischprogrammen gemeinsam ist, dass kompetente und engagierte Fachleute die komplette Wertschöpfungskette in der Hand halten. Zwischen den einzelnen Stufen bestehen enge Partnerschaften, die zum Teil sogar ohne feste und langjährige Verträge funktionieren. Die Landwirte haben eine Abnahmegarantie, die Verarbeiter und die Vermarkter eine Liefersicherheit. Für eine effiziente Planung der Mengen und der Logistik zum Schlachthof sind die Erzeuger gebündelt.

Konstant hohe qualität

Das Einzugsgebiet der Lieferbetriebe ist in den meisten Fällen weit gefasst, bei einigen sogar ganz Bayern. Damit sind ausreichend Schlachttiere verfügbar und das Absatzpotenzial sowie Schlachtung und Verarbeitung im Gebiet gewährleistet. Gerade bei ausschließlichen Mutterkuhfleisch-Programmen darf die Region nicht zu eng definiert sein. Denn nur mit einem gewissen Schlachtaufkommen nimmt der Markt die Marke wahr.

Die Initiatoren sind sich einig: Ohne eine konstant hohe Fleischqualität bringt ...

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Artikel geschrieben von

Silvia Lehnert

Redakteurin SÜDPLUS

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