Schweinemarkt 2019 – endlich bessere Preise? Premium

Das neue Jahr kann für Schweinehalter nur besser werden. Doch es bleiben Risiken, sagt ISN-Marktreferent Matthias Quaing. Zwischen Brexit, ASP und Jefta sieht er allerdings vor allem Chancen.

Das Jahr 2018 war für Schweinehalter ein Jahr zum Vergessen. Miese Preise und steigende Kosten haben laut Statistik über 1000 Betriebe aus dem Markt gedrängt. Die verbleibenden Schweinehalter fragen sich zurecht: „Wird 2019 nun besser“ Der Blick in die Glaskugel ist dabei nicht leicht:

  • Die Afrikanische Schweinepest (ASP) kann Deutschland jeden Tag erreichen.
  • Ein harter Brexit wird immer wahrscheinlicher.
  • Und der Handelskonflikt zwischen den USA und China wirbelt den Welthandel durcheinander.

Die Unsicherheiten waren selten so groß wie aktuell, trotzdem wagt die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) einen vorsichtig positiven Ausblick auf das Schweinejahr 2019.

Angebot bei uns rückläufig: Die gute Nachricht zuerst: Der Wettbewerb um lebende Schweine dürfte in Deutschland wieder anziehen. Der Grund: Das Angebot wird voraussichtlich im Laufe des Jahres weiter sinken. Das deuten zumindest die jüngsten Viehzählungsergebnisse vom November 2018 an. Insgesamt wurden in Deutschland 26,44 Mio. Schweine gezählt und damit 4,1% weniger Tiere im Vergleich zum Vorjahr. Das ist das niedrigste Niveau seit November 2004.

Die Zahl der Zuchtsauen sank dabei im Vorjahresvergleich um 3,8% auf einen neuen Tiefstand von 1,83 Mio. Tiere. Weniger Sauen gab es in Deutschland zuletzt 1968. Ob die verbleibenden Betriebe diese Lücke durch höhere Leistungen schließen können, ist fraglich. Auch die Importe von Schlachtschweinen und Ferkeln stagnieren. Insgesamt ist somit mit einem abnehmenden Schlachtschweineangebot von rund 3% im Laufe des Jahres 2019 zu rechnen. Das spricht eigentlich für festere Preise.

Es gibt allerdings einen Haken. Im Inland schrumpfte in den letzten Jahren die Nachfrage noch schneller als die Produktion. Das führt zu einer...

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Artikel geschrieben von

Andreas Beckhove

Redakteur Markt

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