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Die Getreide- und Ölsaatenpreise sind in einem regelrechten Höhenrausch. Das ist ein guter Termin, um Restmengen der Ernte 2020 zu verkaufen und Vorverträge zur Ernte 2021 abzuschließen.

Das weckte Hoffnungen: Weizen hat an der Pariser Matif Anfang März die Marke von 250 €/t geknackt, und die Maiskurse erreichten ebenfalls Höchststände. Inzwischen gab es Minuskorrekturen. Das gilt auch für die Kassapreise. Marktbeteilige – auch viele Landwirte – setzen aber darauf, im weiteren Verlauf wieder mehr zu erlösen. Wer „ins Risiko“ geht bzw. gehen will, sollte allerdings bedenken, dass die aktuelle Situation auf dem Zusammenspiel vieler Faktoren beruht.

Nachfragesog am Weltmarkt

Einer davon ist die Coronakrise. Diese hat zu einer Störung von Logistikketten, Hamsterkäufen und Exportstopps geführt. In der Folge sind nicht nur die Nahrungsmittelpreise in etlichen Ländern auf ein kritisches Niveau gestiegen, sondern gleichzeitig die Lagerbestände geschrumpft.

China, einer der wichtigsten Importeure, stockt diese wieder auf. Es versorgt sich vor allem an den nord- und südamerikanischen Terminals. Neu ist jedoch, dass die Chinesen inzwischen neben Mais und Soja auch viel Weizen für Nahrungsmittelzwecke importieren. Für die aktuelle Saison 2020/21 geht das US-Agrarministerium (USDA) von 10 Mio. t aus. Das wäre etwa ein Drittel der Weizenimporte aller nordafrikanischen Länder (29,4 Mio.), die bisher zu den größten Importeuren zählen.

Im Reich der Mitte erholen sich mittlerweile überdies die Schweinebestände von den Auswirkungen der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Peking hat dazu ein Förderprogramm für Mega-Mastbetriebe aufgelegt. Damit steigt der Bedarf an Futtermitteln, z.B. Mais und Soja, sprunghaft.

Das immer kleinere Angebot und die schrumpfenden Vorräte haben die Nahrungsmittelpreise in Russland, China und Argentinien in die Höhe getrieben. Laut FAO-Index sind die Getreidepreise allein im Januar 2021 um ca. 7% auf einen Wert von 124 Punkte gestiegen. Dies ist der höchste Wert seit 2014 und vor allem den Maiskursen geschuldet.

Exportbeschränkungen

Aber nicht nur schmelzende Vorräte in den USA und der Rohstoffhunger Chinas verschärfen die Situation. Hinzu kommt das Wetterphänomen La-Niña, das in Südamerika gerade den Mais- und Sojabohnenanbau belastet. Argentinien reagierte mit einem zeitweiligen Stopp der Maisexporte.

Russland versucht auch,...