Tönnies: Drum prüfe, wer sich ewig bindet Plus

Tönnies reicht den Schweinemästern die Hand und lockt sie in eine Partnerschaft. Was steckt dahinter? Und welche Folgen hat es für den Schweinemarkt?

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Matthias Quaing, Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN)

Matthias Quaing, Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN)

Matthias Quaing, Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN)

Mit einem eigenen Viehhandel hatte Deutschlands größter Schlachter vor einigen Jahren die Branche aufhorchen lassen. Nun geht das Unternehmen aus Rheda-Wiedenbrück einen Schritt weiter und schließt direkte Verträge mit Landwirten. Neu sind Verträge in der Branche nicht. Bemerkenswert ist jedoch, dass auch Tönnies diesen Schritt geht, der als Verfechter des freien Handels galt.

WAS WILL, WAS BIETET TÖNNIES?

Offiziell will Tönnies mittelfristig 25% seiner Schlachtmenge durch Partnerverträge absichern. Zum Vergleich: Westfleisch liegt bei rund 80%. In den Dreiecksverträgen, die zwischen dem Landwirt, dem Viehvermarkter und Tönnies geschlossen werden, verpflichten sich Erzeuger über die Laufzeit von mindestens einem Jahr eine bestimmte Anzahl von Schlachtschweinen zu liefern (siehe Übersicht). Dabei muss der Landwirt nicht zwingend seine gesamte Produktion unter Vertrag nehmen. Sollte der Konzern die Einkaufsbedingungen ändern, z.B. die Masken, hat der Lieferant zudem ein Sonderkündigungsrecht.

Damit Landwirte auf den Deal eingehen, wirbt Tönnies mit fünf Vorteilen:

  • Der Mäster hat Planungs-, Preissicherheit (keine Hauspreise) und Abnahmegarantie, wenn er die Tiere mindestens...

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