Vertragslos glücklich?

Die Mehrzahl der Schweinehalter ist weiterhin „frei“. Bleibt das so?

Warum müssen sich Schweinehalter überhaupt mit Verträgen auseinander setzen? Seitdem sich der Schweinestau aufgelöst hat, sind Schlachttiere wieder gefragt – auch ohne Vertrag. Die Abnehmer haben auch kein Druckmittel zur Unterzeichnung von Lieferverträgen mehr. Trotzdem dürfte der „Siegeszug“ der Lieferverträge aber kaum aufzuhalten sein.

Mehr Tierwohl – mehr Lieferverträge

Ein Treiber für festere Bindungen an Abnehmer sind die Tierwohlprogramme. Das hat einen ganz einfachen Grund, denn die Rahmenbedingungen sind dann ganz anders. Wer als Schweinehalter höhere Kosten für mehr Tierwohl auf sich nimmt, braucht Planungssicherheit, wie er diese über den Verkauf seiner Tiere wieder reinholt. Je höher die Kosten für die Umsetzung sind, desto wichtiger wird dies. Aber genauso wollen auch Schlachtunternehmen Planungssicherheit bei den Abnahmemengen. Eine Kette funktioniert nur, wenn Nachfrage und Angebot zusammenpassen. Prinzipiell kann das zwar auch ohne Vertrag funktionieren – die Initiative Tierwohl schreibt dies beispielsweise nicht vor. Aber für den Schlachtbetrieb ist die Mengenplanung mit Vertrag deutlich leichter.

Das Gleiche gilt für die Rückverfolgbarkeit in einer geschlossenen Wertschöpfungskette. Diese...