Vorerst geht die Rallye weiter

Die Notierungen für Brot- und Futtergetreide schwanken, halten aber unterm Strich ihr hohes Niveau. Ob bzw. wie viel Luft nach oben die Preise noch haben, ist aber in Fachkreisen umstritten.

Guter Mühlenweizen kratzte auf der Großhandelsstufe Mitte der zweiten Novemberwoche wieder mal an der Marke von 300 €/t, Futtergerste lag etwa 20 €/t darunter, und für Braugerste wurden an transportgünstigen Standorten, z.B. Binnenhäfen sogar über 350 €/t notiert. Die Preise frei Erfasser (siehe Seite 111) liegen stellenweise noch recht weit unter dem Großhandelsniveau, sie haben aber ebenfalls angezogen. Genau das bereitet Landwirten jetzt Kopfschmerzen. Einerseits wollen sie sich attraktive Erlöse nicht entgehen lassen, andererseits wollen sie sich die Chance auf weitere Steigerungen nicht verbauen. Klartext: Verkauft man jetzt den Rest der Ernte 2021 und schließt auch zeitnah Vorkontrakte für 2022 und eventuell sogar schon für 2023 ab, oder wartet man noch?

Wie risikofreudig sind Sie?

Viele Analysten sträuben sich vor konkreten Vermarktungsempfehlungen, zudem gehen die Meinungen über den Marktverlauf oft auseinander. In einem Punkt sind sich...