Wird Geiz jetzt wieder geil?

Krieg und Inflation lassen Lebensmittel teurer und knapper werden. Wie Verbraucher reagieren und wo sie sparen, haben Wissenschaftler der Uni Göttingen und des Thünen-Instituts untersucht.

Der Krieg in der Ukraine wirkt sich spürbar auf die globale Land- und Ernährungswirtschaft aus. Massiv gestiegene Produktionskosten stellen Landwirtschaft und Direktvermarkter aktuell vor große Herausforderungen. Extremwetterverhältnisse wie in Indien verschärfen die Situation auf den Lebensmittelmärkten zusätzlich.

Die Folge: Lebensmittel in Deutschland waren im April 2022 um 8,6% teurer als ein Jahr zuvor. Besonders stark sind die Preise für Speisefette und -öle (+27%), Fleisch (+12%), Molkereiprodukte und Eier (+9%) sowie Gemüse (+9%) gestiegen. Wie nehmen Verbraucherinnen und Verbraucher die Entwicklung wahr, und wie wirkt sich dies auf das Konsumverhalten aus? Verändert sich die Einstellung zu Nachhaltigkeitsthemen wie Klima- und Umweltschutz, Tierwohl, Bio-Lebensmittel und Regionalität unter dem Preisdruck und Knappheitsbefürchtungen?

Um das zu beantworten, haben das Thünen-Institut und die Universität Göttingen im April 2022 knapp 1000 Konsumentinnen und Konsumenten in Deutschland befragt.

Viele müssen sparen

Die Ergebnisse zeigen, dass die überwiegende Anzahl der Teilnehmer große Angst vor steigenden Energiepreisen (82%), höheren Lebensmittelpreisen (77%) und noch teurerem Kraftstoff (72%) hat. Engpässe bei Energie und Strom befürchten etwa 60%, während 42% große Sorge vor einer Lebensmittelknappheit in Deutschland haben. Fast 64% glauben, dass der Krieg in der Ukraine noch lange oder sehr lange dauern wird, 32% sind unsicher. Fast alle (97%) erwarten, dass sowohl die Kosten für Energie als auch für Lebensmittel zukünftig weiter steigen werden. Solche deutlichen Werte sind ungewöhnlich.

Der Schock sitzt...

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