Wohin laufen die Futtermittelpreise?

Experten sagen eine gute Ernte voraus und das bei reichlich gefüllten Vorratslägern. Sinken also die Futtermittelpreise? Der schwache Euro und regionale Liefer­schwierigkeiten sprechen dagegen.

Die alte Gleichung, große Ernte gleich kleine Preise und umge­kehrt, gilt schon lange nicht mehr. Heute haben Wechselkursschwankungen, Spekulanten und regionale Versorgungs­lagen mindestens genauso viel Einfluss auf die Preise wie das Wetter. Das zeigt sich zurzeit vor allem bei Soja und Ge­treide.

„Ölschrote müssten 30 bis 40 € pro t billiger sein“

Die globale Versorgung mit Sojaschrot ist für das laufende Wirtschaftsjahr mehr als gesichert. Nach den US-Amerikanern hat auch Südamerika eine Rekordernte eingefahren. Der stetig steigende Bedarf ließe sich somit problemlos decken. Mehr noch, ein Überschuss von geschätzten 20 bis 25 Mio. t soll die globalen Vorräte zum Ende des Wirtschaftsjahres 2009/10 weiter anschwellen lassen. Nach Angaben der Analysten von Oil World belaufen sich die Vorräte auf mehr als 70 Mio. t. Soviel wie zuletzt 2006/07 als die Abgabepreise für Sojaschrot an die Landwirtschaft zeitweise sogar unter 200 €/t rutschten. Davon können wir heute nur träumen.

Gegenwärtig liegt der Preis deutlich über 300 €/t (siehe Übersicht) weil...

die argentinischen Farmer wegen der hohen Inflationsrate nur sehr zurückhaltend verkaufen,

China derzeit soviel Sojabohnen wie nie zuvor importiert und

Spekulanten die Preise am Weltmarkt hochhalten.

„Fundamental gesehen müssten die Preise für Ölschrote eigentlich 30 bis 40 €/t niedriger notieren“, ist ein nord­deutscher Einkäufer überzeugt.

Das passiert aber nicht, weil der Euro in den letzten Wochen erheblich an Wert verloren hat und Soja nun mal in Dollar gehandelt wird. Was die Exporteure freut, wird für die Importeure zur Belastung. Wir Europäer hatten darüber hinaus noch unter den streikenden...

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