Tierwohl

Staatliches Tierwohl-Kennzeichen – Was heißt das für die Schweinehaltung? Premium

Eine AbL-Tagung informierte über das geplante staatliche Tierwohl-Label.

Zu einer Vortragsveranstaltung zum staatlichen Tierwohl-Label hatte die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) am 25. Juni nach Sendenhorst (Kreis Warendorf, NRW) eingeladen.

Bernhard Kühnle, Leiter der Abteilung Lebensmittelsicherung und Tiergesundheit im Bundeslandwirtschaftsministerium stellte die Kriterien für die drei Stufen und den weiteren Ablauf vor. Die Dreistufigkeit erklärte der Experte vereinfacht mit den Schlagworten „besserer Stall“ für Stufe 1, „verschiedene Klimabereiche“ für Stufe 2 und „Einstreu+Auslauf“ für Stufe 3. Bei den Stufen 2 und 3 kämen dann noch Details wie der Verzicht aufs Schwänze kupieren und Saufen aus offener Fläche hinzu.

Zum Zeitplan erklärte Kühnle, das Gesetzgebungsverfahren für das staatliche Tierwohl-Label könne bis Ende 2019 abgeschlossen sein, ab Anfang 2020 könnten sich dann erste Betriebe für die Teilnahme registrieren. In den Läden verfügbar sollen erste Produkte mit dem Label dann Mitte/Ende 2020 sein, so Kühnle.

Kühnle räumte ein, dass durch die politischen Diskussionen im Vorfeld unnötige Verzögerungen eingetreten seien und auch Chancen vertan worden seien. Weiterhin ungeklärt seien wichtige Fragen beim Baurecht und beim Immissionsrecht. Damit die Außenklimaställe genehmigungsfähig würden, müssten noch Ausnahmeregelungen gefunden werden. Gespräche dazu liefen derzeit.

Stefan Leuer, Referent für Schweineproduktion der LWK NRW verglich die Kosten verschiedener Haltungsverfahren der Tierwohl-Kennzeichnung in der Schweinemast und bei der Ferkelerzeugung. Er geht davon aus, dass sich die reinen Stallbaukosten im Mastbereich für die Tierwohl-Label Stufe 1 um rund 3,50 €/Mastschwein, für die Stufe 2 um 8 €/Mastschwein und in ...

Weiterlesen mit PREMIUM
Jetzt 30 Tage gratis testen
Mehr erfahren

Umzingelt von Öko: Konventionelle Bauern leiden unter Käferinvasion

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Artikel geschrieben von

Christian Brüggemann

Redakteur Markt

Schreiben Sie Christian Brüggemann eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen