Fatales Signal

Aldi plant Preissenkung bei Wurst

Aldi will die Wurstpreise Ende nächster Woche senken, weil der Fleischmarkt so schwach sei. Berichten zufolge sollen auch die Lieferanten rückwirkend zum 1. Mai auf Geld verzichten.

Während in Gesellschaft und Politik aktuell über Missstände in der Fleischbranche debattiert wird und die Grünen eine Fleischsteuer empfehlen, plant der Discounter Aldi eine Preissenkung bei gekühlten Wurstwaren.

Wie die Lebensmittelzeitung zuerst berichtete, wollen Aldi Nord und Aldi Süd am 29. Mai die Preise für Wurst senken und auch die Einkaufspreise rückwirkend zum 1. Mai reduzieren. Als Begründung habe der Discounter den geschwächten Fleischmarkt angeführt. Der Zeitung bestätigte das Unternehmen, mit seinen Lieferanten über eine vorübergehende Änderung des bisherigen Ausschreibungsprozesses zu sprechen.

Auf Nachfrage von top agrar online teilte Pressesprecher Christian Salmen aus der Zentrale in Essen mit, dass es für Aldi "ureigene Aufgabe" sei, als Händler und Discounter Kosten- und Preisvorteile an die Kunden weiterzugeben. Dies habe Aldi schon immer gemacht.

„Grundsätzlich möchten wir festhalten, dass wir uns wie jeder andere Händler auch bei jedweden Preisausschreibungen an den durch Angebot und Nachfrage geprägten Niveaus orientieren. Die aktuelle Thematik betrifft gekühlte Wurstwaren und nicht Frischfleisch. Letzteres wird in einem anderen Ausschreibungsmodus verhandelt. Anders als bei verschiedenen anderen Produktkategorien, werden die Preise bei Wurstwaren zwischen den Verhandlungspartnern fortlaufend im Dialog bewertet. Preise werden hier dann verhandelt, wenn der Markt sich spürbar nach...