Argentinien muss mehr Sojabohnen importieren

Mit der katastrophalen Sojaernte 2018 verfehlt Argentinien die vollständige Selbstversorgung und muss, um die Lieferverpflichtungen nach Übersee erfüllen zu können, mehr Sojabohnen importieren, berichtet die AMI.

Sojabohnenernte (Bildquelle: top agrar)

Mit der katastrophalen Sojaernte 2018 verfehlt Argentinien die vollständige Selbstversorgung und muss, um die Lieferverpflichtungen nach Übersee erfüllen zu können, mehr Sojabohnen importieren, berichtet die AMI.

Die Einfuhren von Sojabohnen steigen seit 2016 stetig, nachdem die Regierung den Import von ausländischen Sojabohnen für die Weiterverarbeitung im Inland zugelassen hatte. Die argentinischen Ölmühlen importieren aufgrund des höheren Proteingehaltes große Mengen an Sojabohnen aus Paraguay und mischen damit den Eiweißgehalt des Sojaschrotes auf.

Es wird erwartet, dass Argentinien vor allem Sojabohnen aus Paraguay, Brasilien und den USA bezieht. So prognostiziert der Foreign Agricultural Service des US-Landwirtschaftsministeriums (FAS) eine Verdoppelung der Sojaeinfuhren auf vier Millionen Tonnen.

Nun gibt es bereits erste Prognosen für die Ernte 2019. Der FAS erwartet zur nächsten Sojaernte eine Ausweitung der Anbaufläche und geht vorerst von durchschnittlichen Erträgen aus. Daher könnte die Sojaernte 2019 mit 57,5 Millionen Tonnen im Umfang von 2017 ausfallen und sich damit deutlich von den katastrophalen 39 Millionen Tonnen dieses Jahres absetzen. Mit der höheren Ernte werden die Exporte auch wieder zunehmen.

Für 2019 wird erwartet, dass sich die gesamten Sojabohnenexporte auf 7,3 Millionen Tonnen erhöhen werden, sofern sich die Produktion nach der schweren Dürre in dieser Saison tatsächlich erholen wird. Fast 90 Prozent der gesamten argentinischen Sojabohnenexporte werden nach China verschifft, gefolgt von Ägypten, Chile, den USA, dem Libanon und Russland.

Die Exporte im laufenden Wirtschaftsjahr werden aufgrund der geringeren Verfügbarkeit und der Konkurrenz aus dem eigenen Verarbeitungssektor auf 3,5 Millionen Tonnen gekürzt, da die Exportmargen für Sojaschrot und -öl höher sind als diejenigen für Sojabohnen. Dies bedeutet laut AMI einen Rückgang der Exporte um mehr als die Hälfte für den drittgrößten Exporteur von Sojabohnen.
 

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Gerhard Steffek

@Gerald Hertel -

das sehen sie falsch. Das ist bei denen "nur" "unproduktive" Fläche. :-)

von Gerald Hertel

ausweitung

durch Abholzung von Regenwald ???

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