Australien

Australischer Milchsektor leidet unter Hitze und Trockenheit

Die anhaltende Dürre in Australien hat sich auch auf die Milcherzeugung des Kontinents ausgewirkt.

In Australien hat sich die Milcherzeugung im aktuellen Milchwirtschaftsjahr 2019/20 deutlich unter dem Vorjahresergebnis bewegt. Von Juli bis November 2019 wurden insgesamt 4,1 Millionen Tonnen Milch erzeugt und damit 5,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Damit hat sich der Rückgang aus dem vorangegangenen Milchwirtschaftsjahr fortgesetzt. Mittlerweile sind die Milchmengen in Australien seit Juni 2018 rückläufig. Ausschlaggebend hierfür sind Hitze und Trockenheit, die Busch- und Waldbrände in großem Ausmaß verursacht haben. Dadurch fehlt es an Futter für die Nutztiere, wodurch auch die Bestände an Milchkühen stark reduziert wurden.

Durch die eingeschränkte Rohstoffverfügbarkeit in den Molkereien fiel die Produktion von Milcherzeugnissen deutlich geringer aus. Von Juli bis September 2019 sind die Produktionsmengen von Milchpulver, Buttermilchpulver und Butteröl gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als ein Drittel gesunken. Bei Butter wurde gut ein Fünftel weniger Ware hergestellt. Lediglich bei Käse und Molkenpulver zeigten sich in den ersten drei Monaten des australischen Milchwirtschaftsjahres leichte Zuwächse bei den Produktionsmengen. AMI

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