EU-Sojabohnen

Bedeutung von europäischen Sojabohnen wächst

Der Sojabohnenanbau in der EU nimmt weiter zu.

In der EU-27 dürften 2020 wieder etwas mehr Sojabohnen geerntet werden als im vergangenen Jahr. Die EU-Kommission beziffert die diesjährige Ernte auf 2,82 Millionen Tonnen. Das Vorjahresergebnis würde damit um 0,13 Millionen Tonnen übertroffen werden. An das Ernteergebnis von 2018 mit 2,83 Millionen Tonnen reicht es allerdings knapp nicht heran. Zurückzuführen ist die Erntesteigerung auf Flächenausweitungen in vielen EU-Erzeugerstaaten. Insgesamt sollen 2020 auf 921.000 Hektar Sojabohnen angebaut werden. Das wären etwa 25.000 Hektar mehr als im Vorjahr. Damit hat sich die Sojabohnenfläche in der EU in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt.

Während in den wichtigen Erzeugerstaaten wie Italien, Frankreich, Ungarn, der Slowakei, Deutschland und Tschechien Erntesteigerungen verzeichnet werden, sollen in anderen Ländern weniger Sojabohnen gedroschen werden. Der mit Abstand wichtigste Sojaerzeuger in der EU-27 bleibt in diesem Jahr Italien. Dort werden voraussichtlich mit 1,06 Millionen Tonnen etwa 60.000 Tonnen mehr von den Feldern geholt werden. In Frankreich, dem zweitgrößten Produzenten, dürften 499.000 Tonnen zusammenkommen und damit etwa 70.000 Tonnen mehr als 2019. Der Grund dafür ist die Ausdehnung der Sojabohnenfläche in Frankreich um 20.000 auf 184.000 Hektar.

Deutschland steht auf der Liste der zehn größten Sojaerzeuger der EU mit einer Menge von 91.000 Tonnen zwar nur auf Platz acht, bemerkenswert ist aber, dass die Bundesrepublik erst seit 2015 nennenswerte Mengen an Sojabohnen produziert. Damals waren es erst 43.000 Tonnen gewesen. In den vergangenen fünf Jahren haben die deutschen Landwirte ihre Sojafläche und -ernte mehr als verdoppelt. AMI

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