Biodieselanteil steigt trotz rückläufigen Dieselverbrauchs

Im Straßenverkehr wurden im ersten Halbjahr 2018 weniger Diesel- und Ottokraftstoffe verbraucht als im Vergleichszeitraum 2017. Aber der Einsatz von Biodiesel und Bioethanol stieg deutlich. Mit fast 205.000 t wurde im Mai 2018 die stärkste Nachfrage nach Biodiesel in den vergangenen 6 Monaten registriert.

Der Einsatz von Biodiesel ist zuletzt spürbar gestiegen. (Bildquelle: top agrar)

Im Straßenverkehr wurden im ersten Halbjahr 2018 weniger Diesel- und Ottokraftstoffe verbraucht als im Vergleichszeitraum 2017. Aber der Einsatz von Biodiesel und Bioethanol stieg deutlich. Mit fast 205.000 t wurde im Mai 2018 die stärkste Nachfrage nach Biodiesel in den vergangenen 6 Monaten registriert und die größte Menge seit August 2017. Dabei wurde in den Monaten zuvor bereits deutlich mehr verbraucht als im Vorjahreszeitraum. Der Inlandsverbrauch an Biodiesel stieg von Januar bis Juni 2018 auf knapp 1,2 Mio. t. Das waren 11 % mehr als im ersten Halbjahr 2017.

Da der Dieselverbrauch gleichzeitig um 5,2 % gegenüber Vorjahr auf 17,05 Mio. t abgenommen hat, erhöhte sich der Beimischungsanteil deutlich. Während dieser 2017 rund 5,7 % betrug, errechnete die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbh (AMI) für 2018 einen Anteil von bisher 6,4 %. Nach Daten des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) verzeichnete auch Bioethanol einen steigenden Beimischungsanteil, der im ersten Halbjahr 2018 rund 6,7 % erreichte und damit die 6,1 % des Vorjahreszeitraumes ebenfalls übertraf.
 
Ursache für den Anstieg bei Bioethanol und Biodiesel könnte die Verfügbarkeit günstiger Rohstoffe für die Produktion beider Biokraftstoffe gewesen sein. Besonders die Forderungen für Palm- und Rapsöl fielen in den ersten Monaten 2018 auf den niedrigsten Stand seit mehreren Jahren. Aber auch die Maiskurse in Paris notierten im ersten Quartal 2018 deutlich unter Vorjahresniveau.

Artikel geschrieben von

Christian Brüggemann

Redakteur Markt

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