Braugerste

Braugerstenpreise unter Druck Plus

Coronabedingt schwächelter der Bierabsatz im ersten Halbjahr 2020. Das nutzen Braugerstenkäufer als Argument für die derzeit niedrigen Preise.

Der coronabedingt fehlende Bierabsatz in der Gastronomie und bei Großveranstaltungen drückt auf die Braugerstenpreise. Hätten Landwirte in früheren Jahren mit Aufschlägen von 25 Euro/t bis 30 Euro/t zur Futtergerste rechnen können, seien es 2020 eher 15 Euro/t bis 20 Euro/t, berichtete der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Niedersächsischen Braugerstenanbaues, Gerhard Rott, vergangene Woche gegenüber dem Landvolk Niedersachsen. Im Zeitraum Januar bis Mai 2020 wurden von den deutschen Brauereien nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) fast 8 % weniger Gerstensaft abgesetzt als im entsprechenden Vorjahreszeitraum, weshalb entsprechend weniger Malz und damit Braugerste verarbeitet worden sei. „Das hört sich wenig an, macht sich jedoch sofort bemerkbar“, kommentierte Rott die Absatzflaute.

Und das bei einem durch das trockene Frühjahr erhöhten Aufwand, weil Gerste die geforderten großen Körner nur ausbilde, wenn sie ausreichend Wasser bekomme. Einige Landwirte hätten die Braugerstenaussaat bereits auf den Herbst vorverlegt, um die während der Wintermonate aufgefüllten Bodenwasservorräte zu nutzen. Wichtig zum Bierbrauen seien zudem Eiweißwerte zwischen 9 % und 11,5 %. Um so gute Qualitäten zu erreichen, müssten die meisten...


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