Schlachtbetriebe

Chinesen wollen ehemaligen Vogler-Schlachthof wieder anfahren

Im Wendland könnte es bald einen neuen Abnehmer für Schweine geben. Ein chinesischer Investor will einen leerstehenden Schlachtbetrieb wiedereröffnen und trifft auf Widerstand.

In der niedersächsischen Gemeinde Luckau im Wendland gibt es Ärger um einen Schlachthof. Wie der NDR berichtet, hat ein chinesischer Investor den ehemaligen Vogler-Schlachtbetrieb übernommen. Das Unternehmen Vogler gehörte zu den Top-10 der deutschen Schlachtbranche und ging vor drei Jahren in die Insolvenz. Seitdem steht der Betrieb leer. Der Investor aus Fernost möchte den Betrieb nun wieder anfahren und dort Schweine schlachten, was zu Unmut bei den Anwohnern führt.

Grüne und CDU streiten

Im Gemeinderat streiten Grüne und CDU darüber, wie sich die Gemeinde verhalten soll. Der Investor soll beim Gewerbeaufsichtsamt in Lüneburg beantragt haben, die Frist zu verlängern, nach der die Betriebsgenehmigung erlischt. Die Grünen wollen einen Rechtsanwalt beauftragen, wie NDR 1 Niedersachsen weiter berichtet. Dieser solle sich das Verfahren bereits jetzt anschauen, um dann im Falle einer Genehmigung schnell einen Antrag auf Baustopp stellen zu können. Die CDU ist dagegen.

Fleisch offenbar für chinesischen Markt gedacht

Nach Informationen aus dem Gemeinderat soll der Investor planen, täglich 3.500 Schweine zu schlachten und das Fleisch dann nach China zu exportieren. Das Gewerbeaufsichtsamt Lüneburg soll in den kommenden Wochen entscheiden. Wird der Antrag des Investors abgelehnt, erlischt die Genehmigung für den Schlachtbetrieb. Anderenfalls darf dort wieder geschlachtet werden.


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