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Corona: Schlachtbranche im Umbruch

Durch die Corona-Ausbrüche bei Tönnies, Westfleisch & Co. gerät die Schlachtbranche immer stärker unter Druck. Welche Auswirkungen hat das für die Landwirte? Hier sind die wichtigsten Infos gebündelt.

Werkverträge, verärgerte Bauern, Krisenmasken: Die wichtigsten News rund um die Schlachtbranche und die Auswirkungen für die Landwirtschaft finden Sie hier. Der Beitrag wird stetig mit neuen Meldungen aktualisiert.Haben Sie weitere Fragen? Schreiben Sie diese gerne in die Kommentarfunktion oder eine Mail an leserfragen@topagrar.com

Solange immer nur ein Schlachthof geschlossen ist, kommt es nicht zum Stau in deutschen Ställen, sagte NRW-Agrarministerin Heinen-Esser nach dem Branchengespräch am Freitag.

Branchengespräch Fleisch

Klöckner will Lockpreise für Fleisch untersagen

vor von Agra Europe (AgE)

Bundesagrarministerin hat sich für eine Tierwohlabgabe auf Fleisch ausgesprochen. Der von der Borchert-Kommission berechnete Zuschlag von 0,40 Euro pro kg sei realistisch.

Dezentrale Fleischerzeugung

Hessen wünschen sich wieder eigenen Schlachthof

vor

Die Bauern in Hessen haben in den vergangenen Jahrzehnten viele Schlachtstätten verloren und hängen nun am Tropf der Großabnehmer, wie etwa Tönnies. Das lässt Gedanken aufkommen, ob das so gut...

56 % der von yougov gefragten Verbraucher meinen, Fleischprodukte aus Unternehmen, die von einer Häufung von COVID-19-Fällen betroffen sind, sollte man vorsorglich aus Supermarktsortimenten nehmen.

Die in den vergangenen Wochen im Verlauf der Corona Pandemie erhobene Kritik an der Fleischwirtschaft würden der Verband VDF und die Unternehmen nach eigener Aussage ernst nehmen.

Die Geflügelwirtschaft will eine digitale Zeiterfassung verpflichtend einführen und auf Werkverträge verzichten. Bedingung: Arbeitnehmerüberlassung muss weiter möglich bleiben.

Geestland-Putenspezialitäten muss seinen Schlachthof für zwei Wochen schließen. Da es keine Alternativbetriebe für die Landwirte gibt, verschärft sich in den Ställen die Situation.

Agrarministerin Klöckner will dafür sorgen, dass es wieder mehr dezentrale Schlachthöfe gibt - wie früher. Sie begrüßt einen von NRW und Niedersachsen vorgelegten 10 Punkte Plan.

Vergangene Nacht haben Aktivisten Leuchtreklamen in Gütersloh gekapert. Die Werbebotschaften wurden durch Plakate mit Kritik gegen den Tönnies-Konzern und die „Tierindustrie" ausgetauscht.

Juristen prüfen gerade, ob Tönnies haftbar für die Folgen des jüngsten Corona-Ausbruchs gemacht werden kann. Bei Agrarministerin Klöckner trifft sich unterdessen die Branche zum Krisengipfel.

Jetzt auch Dönerarbeiter infiziert

Ausbeutung in Fleischbranche: EU droht mit Vertragsverletzungsverfahren

vor

Wegen ungleicher Arbeitsbedingungen ausländischer Arbeiter in deutschen Schlachthöfen plant EU-Arbeitskommissar Schmit schärfere Regeln. Laumann bedauert Vernichtung kleiner Schlachtbetriebe in...

Die beiden bayerischen Tönnies-Betriebe in Bamberg und Kempten sind offen. Allerdings wird in Kempten zurzeit nur zerlegt.

Nachdem bei Geestland-Putenspezialitäten und Danish Crown Arbeiter positiv auf Corona getestet wurden, ermahnt Ministerin Otte-Kinast die Schlachtbranche zur Prüfung und Einhaltung der...

Nach dem massiven Corona-Ausbruch im Schlachthof Tönnies sowie den neuen Fällen bei PHW in Wildeshausen und Danish Crown in Essen testet RLP nun in seinen Betrieben die Mitarbeiter.

Der Corona-Ausbruch bei Tönnies könnte auf die Luftkühlung im Zerlegebetrieb zurückgeführt werden. Zu dieser Einschätzung kommt der Hygiene-Experte Martin Exner.

Umbruch in der Fleischbranche

Lidl und Kaufland verzichten zukünftig auf Werkverträge

vor

Die Handelsunternehmen Lidl und Kaufland der Neckarsulmer Schwarz-Gruppe wollen bei ihren Frischfleisch- und Frischgeflügel-Lieferanten sowie in der eigenen Produktion auf Werkverträge verzichten.

Bei Schweinemästern liegen die Nerven blank. Tiere werden nicht abgeholt und wachsen aus der Maske. Betrieb "Rheda" ist bis Anfang Juli zu. Tönnies sagt Unterstützung zu.

Westfleisch macht mit dem Umbau der Fleischbranche ernst und will notwendige Schritte künftig viel konsequenter als bisher umsetzen. So kommt jetzt die digitalen Zeiterfassung.

Im Schlachthof der Geestland Putenspezialitäten, an dem die PHW-Gruppe beteiligt ist, sind mehrere Mitarbeiter positiv auf Corona getestet worden. PHW will nun alle Werkvertragsleute fest anstellen.

Nach Westfleisch verkündet auch Tönnies, keine Werkvertragsarbeiter mehr beschäftigen zu wollen und besseren Wohnraum zu schaffen. Die bayerischen Tönnies-Werke sind derzeit auch gestoppt.

Werkverträge gehören zum Alltag - Lohndumping, unbezahlte Arbeit und menschenunwürdige Unterbringung leider teils ebenso. Doch Werkverträge einzig in der Fleischbranche zu verbieten, ist...

Der Deutsche Bauernverband appelliert an die Schlachtunternehmen, den aktuellen Rückstau bei Schlachtschweinen nicht zum Senken der Schweinepeise zu missbrauchen.

Die Corona-Ausbrüche in deutschen Schlachthöfen haben Agrarministerin Klöckner und die Regierung offenbar zum Umdenken gebracht. Sie plädieren nun für eine Tierwohlabgabe und höhere...

Inzwischen sind 1.300 Arbeiter von Tönnies mit Corona infiziert. Ein Lockdown für den Kreis gibt es vorerst nicht, die gesamte Schlachtbranche muss sich aber auf schärfere Gesetze einstellen.

Haftung prüfen lassen

Heil fordert von Tönnies Übernahme der Kosten

vor

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil fordert das Unternehmen Tönnies auf, für Schäden durch den Corona-Ausbruch im Kreis Gütersloh aufzukommen.

DBV-Generalsekretär Krüsken sieht die Entwicklungen in der Schlachtbranche mit Sorge und mahnt an, dass Verbesserungen von Tierwohl und Arbeit auch dort - als Glied in der Kette - greifen müssen.

UPDATE 11:30: Laut SWR-Recherchen soll das Handyvideo von der Tönnies Kantine aus dem April stammen. Tönnis sagt, belegen zu können, es war März. Hat die die Firma gegen die Corona-Regeln...

Clemens Tönnies stellt klar: "Ich werde dieses Unternehmen aus der Krise führen. So werden wir nicht weitermachen." Der Kreis Gütersloh hat unterdessen jegliches Vertrauen in den Unternehmer...

Nach dem Start von Reihentests auf das Coronavirus ist die Zahl der infizierten Mitarbeiter beim Schlachtkonzern Tönnies am Donnerstag auf 730 von 1.106 Tests gestiegen.

Jetzt 730 Corona-Infizierte

Robert Tönnies fordert Rücktritt von Onkel Clemens

vor

Wegen Gefährdung des Unternehmens und der Bevölkerung sowie unverantwortlichem Handeln fordert Robert Tönnies die gesamte Geschäftsführung des Schlachtunternehmens zum Rücktritt auf.

Update 19:00: Die Zahl der Corona-Infizierten schnellt weiter nach oben. Nach knapp 1000 durchgeführten Tests sind über 650 Mitarbeiter positiv. 7000 Menschen mussten heute in Quarantäne.

UPDATE 16:00: Innerhalb des Tönnies-Betriebs sollen sich Arbeiter neu mit Corona infiziert haben. Nach einem Krisengespräch am Dienstag zwischen dem Kreis und Clemens Tönnies gibt es nun...

Am Montag will Bundesarbeitsminister Heil strengere Regeln für die Beschäftigung in der Fleischindustrie vorstellen. Die Geflügelwirtschaft meldet dagegen bereits Widerstand an.

Am Montagabend diskutieren die Gäste bei MDR "Fakt ist!" um 22.10 Uhr über die Arbeitsbedingungen in der Schlachtbranche und ob das Verbot von Werkverträgen Fleisch verteuert.

Werkverträge sollen verboten werden. Wir sprachen mit der Geschäftsführerin des Verbandes der Fleischwirtschaft (VDF), Dr. Heike Harstick. Sie befürchtet Engpässe und warnt vor steigenden Kosten.

Der ZDG hält das angekündigte Verbot von Werkverträgen für verfassungswidrig und kündigt eine juristische Überprüfung ab.

Schluss mit billigen Arbeitern in der Schlachtbranche, die über Subunternehmen und Werkverträge beschäftigt werden. Das hat die Bundesregierung beschlossen und kündigt schärfere Kontrollen an.

Viele der infizierten Vion-Mitarbeiter aus NL leben im Kreis Borken. Bei Müller-Fleisch läuft die 3. Testrunde und Westfleisch fährt seine Produktion wieder hoch. Die SPD prangert weiter...

Als in der Schlachtbranche die ersten Corona-Fälle auftauchten, löste das eine Welle der Empörung aus. Die Proftigier der Schlachtindustrie sei schuld, hieß es rasch. Die Lage ist allerdings...


Diskussionen zum Artikel

von Gerd Uken

Wieso er hat ja die Lösung

https://www.topagrar.com/markt/news/toennies-schlachtet-kuenftig-auch-in-china-11824157.html?fbclid=IwAR0rtWb77SdWpjudGRUCm9Vn-o10_SIp8I7TZu93Z59DiyYdNiCgUXC3Gl0

von heino fullriede

der bauer

Am Ende wird der Bauer (Erzeuger ) den Dreck wieder ausbaden müssen ! Steigende Verarbeitungskosten werden nach unten durchgereicht !!

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