Getreidemarkt

Getreide in Russland steht besser als erwartet

Der Zustand der russischen Getreidebestände ist besser als erwartet. Analysten erwarten nun eine höhere Getreideernte. Es seien gut 129 Millionen t möglich, heißt es.

Einige russische Getreidemarktexperten haben kürzlich ihre Prognosen für die diesjährige Erzeugung im eigenen Land nach oben angepasst. Wie das Fachmagazin „agroinvestor.ru“ vergangene Woche dazu berichtete, erwartet das Analystenhaus ProZerno nun ein Getreideaufkommen von 129,4 Mio t; bislang waren lediglich 128 Mio t vorhergesagt worden.

Von der Gesamtmenge könnten 81,8 Mio t auf Weizen entfallen, so die Fachleute. Sie begründeten den optimistischeren Ausblick mit dem Zustand der Winterkulturen, der besser sei als bislang gedacht. Außerdem sei die Aussaat von Sommerkulturen wahrscheinlich umfangreicher ausgefallen.

Fast ebenso zuversichtlich wie ProZerno ist das Moskauer Consulting- und Forschungszentrum für Agrarökonomie (Sovecon), das seine Prognose für die russische Getreideproduktion zuletzt sogar um 3 Mio t auf 129,1 Mio t nach oben anpasste. Die Weizenerzeugung sehen die Experten nun bei 83,4 Mio t, womit die alte Prognose um 3,4 Mio t übertroffen wird. Der Zustand der Winterkulturen in den meisten Schlüsselregionen im europäischen Landesteil sei gut, hieß es.

Derweil veranschlagt das Forschungsinstitut für Agrarmarktkonjunktur (IKAR) die russische Getreideerzeugung auf voraussichtlich 125,2 Mio t. Zuvor waren die Experten noch von 123,7 Mio t ausgegangen. Ihre Voraussage für die heimische Weizenernte passten sie um 1 Mio t auf 79,5 Mio t nach oben an.

Indes sehen die Analysten des russischen Logistikunternehmens Rusagrotrans das diesjährige Getreideaufkommen bei 124 Mio t; davon sollen 79 Mio t auf Weizen entfallen. Nach der jüngsten Schätzung des Internationalen Getreiderats (IGC) holten die russischen Landwirte im vergangenen Jahr nur 107,4 Mio t Getreide von den Feldern, darunter 71,7 Mio t Weizen. AgE

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