Deutscher Rinderbestand stärker als üblich reduziert

Im November 2018 wurden in Deutschland 11,9 Mio. Rinder registriert.

Damit hat sich der deutsche Rindbestand gegenüber dem Vorjahr um 2,7 % verringert. Diese Entwicklung entspricht dem Trend der Vorjahre, allerdings ist der Rückgang etwas stärker ausgeprägt als sonst üblich. Vordergründig dürfte dies dem Jahrhundertsommer geschuldet sein, der eine extreme Futterknappheit - insbesondere im Norden Deutschlands - verursachte.

Seit dem Jahr 2008 lag die Gesamtzahl an Rindern erstmal wieder unter 12 Mio. Insbesondere die wirtschaftlich schwierige Zeit nach dem Ende der Milchquote im Frühjahr 2015 hat sich deutlich ausgewirkt. In etwa parallel zu der Verringerung des Rinderbestandes sank auch die Halterzahl in einem Jahr um ein Minus von 2,8 %. Die durchschnittlich gehaltene Rinderzahl pro Betrieb beträgt 86 Rinder und ist gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben.

Besonders stark gaben Betriebe die Milchviehhaltung auf, mit einer Abnahmerate von 4,5 %. In dieser Kategorie wuchs die durchschnittliche Herdengröße um eine Kuh auf 65 Milchkühe. Die Größenstrukturen sind in der Rinderhaltung in Deutschland stark unterschiedlich. Am geringsten sind die durchschnittlichen Rinderherden in Hessen mit 52 Rindern und in Baden-Württemberg mit 61 Tieren im Süden Deutschlands. In Mecklenburg-Vorpommern sind dagegen die größten Rinderbetriebe mit im Mittel 154 Rindern zu finden. An zweiter Stelle steht Schleswig-Holstein mit 144 Rindern je Betrieb. Insgesamt ist ein deutliches Nord-Süd-Gefälle bei den Herdengrößen festzustellen. AMI

Artikel geschrieben von

Christian Brüggemann

Redakteur Markt

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