Deutschland bleibt drittstärkste Agrarexportnation

Mit Lieferungen ins Ausland im Wert von 85,5 Mrd. US-Dollar hat Deutschland 2013 laut der neuesten WTO-Zahlen seine Position als drittstärkster Lebensmittel-Exporteur der Welt gefestigt. Das entspricht einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von gut 9 %.

Mit Lieferungen ins Ausland im Wert von 85,5 Mrd. US-Dollar hat Deutschland 2013 laut der neuesten WTO-Zahlen seine Position als drittstärkster Lebensmittel-Exporteur der Welt gefestigt. Das entspricht einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von gut 9 %, womit Deutschland seinen Abstand zum Verfolger Brasilien (82,1 Mrd. US-Dollar; +6,3%) weiter ausbauen konnte. Die Rangliste wird erneut angeführt von den USA (141,8 Mrd. US-Dollar; +2,6%) und den Niederlanden (92,6 Mrd. US-Dollar; +10,1%).

Gleichzeitig zählt Deutschland im weltweiten Vergleich auch zu den führenden Importnationen von Agrarprodukten und Lebensmitteln. Die Einfuhren nach Deutschland lagen 2013 mit 96,9 Mrd. US-Dollar um 6,6% über dem Vorjahreswert, womit Deutschland im Top Ten Nationenvergleich ebenfalls den 3.Rang einnimmt.
An erster Stelle der deutschen Ausfuhren liegen mit jeweils ca. 9,5 Mrd. Euro Fleischerzeugnisse einschließlich Wurstwaren sowie Molkereiprodukte. Sie entsprechen damit 28,9% aller deutschen Agrarausfuhren. Auf Rang 3 der Exportwarengruppen folgen Nahrungsmittel pflanzlichen Ursprungs (4,9 Mrd. Euro), gefolgt von Backwaren sowie Erzeugnissen aus Getreide.

Die Rangliste der Haupteinfuhrwarengruppen wird ebenfalls von Fleischerzeugnissen (6,8 Mrd. Euro) sowie Molkereiprodukten (6,1 Mrd. Euro) angeführt, gefolgt von Ölfrüchten (4,3 Mrd. Euro). Trotz rückläufiger Bevölkerungszahlen in Deutschland sind auch diese Einfuhren seit 2008 deutlich gestiegen. Insofern kann man von einer globalen Win-Win-Situation sprechen, denn Gewinner sind immer mehr Verbraucher in aller Welt, die eine bisher ungeahnte Vielfalt internationaler Spezialitäten in ihren Ladenregalen finden.

„Der weitere Ausbau der Exportförderung in Deutschland und die Flankierung durch die Politik sind für uns gerade auch vor dem Hintergrund der angespannten Situation mit Russland weiterhin wichtige Kernforderungen an die Politik. Für die überwiegend mittelständische deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft gibt es zum Export kaum Alternativen. Exportförderung ist Mittelstandsförderung und Sicherung von Beschäftigung in vielen strukturarmen Regionen Deutschlands“, sagt Dr. Franz-Georg von Busse, Sprecher der GEFA (German Export Association for Food and Agriproducts GEFA e.V.) über.

Die GEFA bildet die umfassende Kommunikationsplattform zwischen Politik und Wirtschaft. Sie versteht sich als zentrale Anlaufstelle für alle Wirtschaftsbeteiligten, die sich für Lebensmittel, Getränke, landwirtschaftliche Rohwaren oder Produkte aus dem Vorleistungsbereich wie Saatgut, Zuchttiere und Landtechnik aus Deutschland interessieren. Zu den Aufgaben der GEFA zählt u.a. die weltweite Kontaktvermittlung für die beteiligten Unternehmen.

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Artikel geschrieben von

Andreas Beckhove

Redakteur Markt

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