Direktvermarktung

„Die Leute wollen die Schweine im Stroh sehen“

Mit vier Hühnermobilen und 200 Strohschweinen haben Jasmin und Ingo Schmalz eine florierende Direktvermarktung aufgebaut. Jetzt folgt der nächste Wachstumsschritt.

Schon von der Ortsausfahrt von Hungen (Hessen) erkennt man die Hühnermobile und den neuen Offenstall für Schweine. Direkt an der Hofzufahrt laufen die Hühner auf der Weide, ein Schild weist den Weg zur Eierklappe und zum Hofladen. Im „Tiergartenlädchen“ von Jasmin und Ingo Schmalz gibt es Fleisch und Wurst vom Strohschwein und Freilandeier der Mobilhühner. Das Motto der Direktvermarktung: „E(i) meet Schnitzel“.

Die Nachfrage ist rasant gewachsen, Schmalz investiert daher in einen neuen Offenstall mit Strohhaltung für 400 Schweine. Ende Juni sind die ersten Ferkel in den Neubau eingezogen. Warum traut sich der Landwirt an so einen großen Wachstumsschritt?

Kurze Wege, kleiner Hofladen

Der Betriebszweig Direktvermarktung ist bei Familie Schmalz rasant gewachsen: Der Anfang war vor sechs Jahren ein 250-er Hühnermobil. „Ohne Werbung haben uns die Leute die Eier förmlich aus den Händen gerissen“, erinnert sich der Landwirt. Eine einfache Eierklappe mit einer Vertrauenskasse reichte zunächst für den Verkauf.

Schnell kam ein weiteres Mobil hinzu, und die Idee, die auf Stroh gehaltenen und mit hofeigenem Futter gemästeten Schweine des Betriebes ebenfalls für die Direktvermarktung zu nutzen, reifte. Aktuell stehen vier Hühnermobile mit insgesamt 1000 Hühnern auf den Wiesen um...