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Die Veggie-Welle rollt – aber langsam

Der Absatz von vegetarischen und veganen Produkten steigt rasant und scheint tierische Produkte regelrecht zu verdrängen. Haben Fleisch, Milch und Co. noch eine Chance? Experten raten zur Gelassenheit.

Der Markt für vegetarische und vegane Alternativen zu tierischen Produkten boomt. Fast jeder zweite Privathaushalt in Deutschland kaufte im Verlauf des vergangenen Jahres Fleischersatzprodukte oder pflanzenbasierte Alternativen zu Milch und Milchprodukten, berichtet die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).

Die Gründe sind vielfältig. Neugierde ist der häufigste, laut dem Ernährungsreport 2021 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Dieses Motiv nannten 71 % der Befragten, die Veggie-Produkte schon mal gekauft haben. 59 % griffen aus Gründen des Tierschutzes zu. Geschmack, Umwelt- bzw. Klimaschutz sowie Gesundheitsaspekte folgten auf den Plätzen.

Besonders dynamisch entwickelte sich 2020 die Nachfrage nach Fleischersatzprodukten. Der Absatz dieses Sortiments, das sich vor allem aus Kurzbratartikeln, Gehacktem und Wurstwaren zusammensetzt, stieg auf Jahressicht um fast 60 %. Hauptgrund dafür ist die wachsende Käuferschaft. Rund 31 % aller Privathaushalte kauften im Jahresverlauf mindestens einmal vegetarische Alternativen zu Fleisch und Wurst. Ein Jahr zuvor lag dieser Anteil noch bei 24 %. Parallel dazu griffen Verbraucher dann auch noch häufiger zu.

Fleischlos knapp 50 % teurer

Das ist bemerkenswert, weil die fleischfreien Alternativen keinesfalls günstig sind. So gaben Verbraucher für ein Kilogramm Fleisch, Fleisch- und Wurstwaren oder Geflügel durchschnittlich 8,54 € aus. Für die vegetarischen und veganen Alternativen zahlten sie mit 12,52 €/kg allerdings 46 % mehr.

Dabei fällt der Veggie-Zuschlag je nach Sorte und Produkt recht unterschiedlich aus. Demnach kostete Salami aus konventioneller Erzeugung 2020 im Durchschnitt 13,59 €/kg. Die fleischfreie Alternative war im Schnitt 17 % teurer. Bei der...

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