EU-Schweinefleischerzeuger könnten Gewinner der US-Sanktionen werden

Die Strafzollpolitik des US-Präsidenten Donald Trump könnte einen positiven Nebeneffekt für EU-Schweinefleischerzeuger bringen. Mexiko will statt aus den USA mehr Schweinefleisch aus Europa einführen. Laut EU-Agrarkommissar Hogan geht es um 350 000 Tonnen.

Der US-Präsident Trump bringt mit seiner unberechenbaren Politik auch den Agrarhandel durcheinander, hier beim G20 Gipfel vergangenes Jahr in Deutschland war noch nicht klar, was heute gilt. (Bildquelle: G20 Gipfel)

Die Strafzollpolitik des US-Präsidenten Donald Trump könnte einen positiven Nebeneffekt für EU-Schweinefleischerzeuger bringen. Mexiko will statt aus den USA mehr Schweinefleisch aus Europa einführen. Laut EU-Agrarkommissar Hogan geht es um 350 000 Tonnen.

Deutsche und andere europäische Schweinefleischproduzenten könnten zu den Nutznießern der umstrittenen Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump werden. Nach Angaben von EU-Agrarkommissar Phil Hogan wird Mexiko seinen Markt für Importe aus Europa und anderen Länder weiter öffnen, um einen möglichen Rückgang von US-Importen nach der Einführung von Vergeltungszöllen auszugleichen, berichtet die Deutsche Presseagentur (dpa). Insgesamt gehe es um 350 000 Tonnen, sagte Hogan am Freitag bei einem Bürgerdialog in Portugal.

Mit den Zusatzzöllen auf US-Importe reagiert Mexiko auf die von Trump eingeführten Sonderzölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte. Mexiko verhängte Gegenzölle auf US- Stahl, -Schweinefleisch, und -Käse. «Mexiko hat sich dafür entschieden, lieber der EU zu vertrauen als den USA», kommentierte Hogan.

Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

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Diskussionen zum Artikel

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von Gerhard Steffek

Gewinner?

Sieht dann für die Landwirte höchstens nach einem Pyrrhussieg aus. Die einzigen Gewinner werden die Fleischverarbeiter. Diese können sich schließlich ihrer Margen sicher sein. Auch sollte man nicht vergessen das die Brasilianer auch noch da sind. Das wird nur wieder ein Preiskampf auf den Rücken der Bauern zu deren Lasten und Schaden. Selbst wenn der Preis stimmen würde und sich die Produktion rechnen, bestimmt wären dann sehr schnell wieder die Grünen auf der Matte und regen sich dann über die "Überproduktion" und den Export auf.

von Christian Bothe

Das hört sich erst einmal gut an und könnte ein Lichtblick für die deutschen Schweinbauern sein, was die Preisgestaltung für Schweinehälften betrifft. Mal sehen wie es sich trotz aller Skepsis (ich denke Mexiko knickt ein)entwickelt.

von jens behlen

Da bin ich ja mal gespannt

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