Ifo-Institut schlägt Alarm

Fachkräftemangel erreicht neue Höchstmarke

Fast die Hälfte der deutschen Firmen leidet unter Fachkräftemangel. Der hat einen neuen Höhepunkt erreicht und wird sich noch weiter verschärfen. Die Regierung will das Einwanderungsrecht lockern.

Der Fachkräftemangel in Deutschland verschärft sich weiter und erreicht laut einer Umfrage des Ifo-Instituts den höchsten jemals ermittelten Stand.

Im Juli waren 49,7 % der Unternehmen davon beeinträchtigt. Immer mehr Unternehmen müssten ihre Geschäfte einschränken, weil sie einfach nicht genug Personal finden, zitiert n-tv den Ifo-Arbeitsmarktexperten Stefan Sauer. "Mittel- und langfristig dürfte dieses Problem noch schwerwiegender werden." Mit einem Anteil von 54,2 % zeigten sich die Dienstleister mit am stärksten von knappen Fachkräften betroffen. In der Lagerei waren 62,4 % der Betriebe von einem Mangel betroffen.

Im Verarbeitenden Gewerbe klagten 44,5 % der Umfrageteilnehmer über fehlendes Fachpersonal, darunter waren 58,1 % der Nahrungsmittelhersteller. Auch die Produzenten von Datenverarbeitungsgeräten und von Metallerzeugnissen finden nur schwer fachkundiges Personal (rund 57 %). Der Einzelhandel war mit 41,9 % betroffen, der Bau mit 39,3 %. Im Großhandel meldeten 36,3 % der Firmen einen Mangel an Fachkräften.

Allein im Handwerk würde eine Viertelmillion qualifizierte Mitarbeiter fehlen. Jedes Jahr blieben zwischen 15.000 und 20.000 Ausbildungsplätze unbesetzt, heißt es. Auffüllen sollen die Lücke nun ausländische Arbeiter. Die Bundesregierung will dazu das Einwanderungsrecht ändern, so n-tv.

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