International gehandelte Lebensmittel

FAO-Lebensmittelpreisindex stabil - Zuwächse bei Getreide, Fleisch und Zucker

Der FAO-Getreidepreisindex ist im Juni um 6,7 % im Vergleich zum Vormonat geklettert. Die internationalen Weizenpreise erholten sich nach zwei rückläufigen Monaten z.T. wegen Produktionsunsicherheiten

Der FAO-Lebensmittelpreisindex ist im Juni 2019 leicht gesunken, nachdem niedrigere Preise für Milchprodukte und pflanzliche Öle einen Anstieg bei Getreide, Zucker und Fleisch mehr als wettgemacht haben, berichtet die FAO laut aiz.info.

Der FAO-Lebensmittelpreisindex, der auf monatlichen Preisänderungen eines Korbs international gehandelter Lebensmittel basiert, lag im Juni bei 173 Punkten und damit um 0,3% unter dem Wert vom Mai sowie annähernd auf dem Niveau vom Juni 2018.

Der FAO-Getreidepreisindex ist im Juni um knapp 11 Punkte oder 6,7 % auf durchschnittlich 173,2 Punkte im Vergleich zum Vormonat geklettert. Zudem liegt der Index für diese Warengruppe 3,8 % über dem Stand vom Juni 2018. Die Aufwärtsbewegung führt die FAO auf einen starken Anstieg der Notierungen für Maisexporte zurück, so aiz.info weiter.

Es handelt sich dabei um das dritte monatliche Plus in Folge, das Experten mit einem voraussichtlich deutlich geringeren Exportangebot in den Vereinigten Staaten, dem weltweit größten Produzenten und Exporteur von Mais, begründen. Die internationalen Weizenpreise erholten sich nach zwei rückläufigen Monaten zum Teil wegen Produktionsunsicherheiten, aber auch die höheren Maiswerte wirkten sich positiv aus.

Der FAO-Pflanzenölpreisindex hat im Juni mit durchschnittlich 125,5 Punkten den tiefsten Stand seit Dezember 2018 erreicht. Gegenüber dem Vormonat ist der Index um 2 Punkte oder 1,6 % gesunken, was laut FAO vor allem die schwächelnden Preise für Palm- und Sojaöl widerspiegelt. Die Notierungen für Raps- und Sonnenblumenöl legten hingegen leicht zu.

Die Abwärtsbewegung bei Palmöl erklären Experten der UN-Organisation mit einer weltweit schwachen Importnachfrage sowie mit guten Produktionsaussichten in wichtigen Exportländern in der laufenden Saison. Die Notierungen für Sojaöl gaben ebenso aufgrund von Prognosen für eine ausreichende Versorgung sowie gedämpfte Exportaussichten leicht nach. Die Notierungen für Sonnenblumen- und Rapsöl wurden dagegen von einer anhaltend robusten Importnachfrage und der erneuten Besorgnis über ungünstige Erntebedingungen in wichtigen Erzeugerländern gestützt.

FAO-Milchpreisindex: Minus bei Käse und Butter am größten

Der FAO-Milchpreisindex hat im Juni nach fünfmonatiger Aufwärtsbewegung erstmals wieder nach unten gezeigt. So lag der Wert mit durchschnittlich 199,2 Punkten um 26,9 Punkte oder 11,9% unter dem Stand vom Mai, aber dennoch 9,4% über dem Niveau zu Jahresbeginn. Die Preise sanken im Juni in allen vier Kategorien der Milcherzeugnisse, aus denen der Index berechnet wird. Dabei gaben die Käse- und Butterpreise am stärksten nach. Laut FAO wurde die Preisschwäche im Juni durch größere Exportverfügbarkeiten sowie eine schwache Importnachfrage ausgelöst.

Beim FAO-Fleischpreisindex setzte sich im Juni die moderate monatliche Preissteigerung der vergangenen fünf Monate fort. Mit einem Plus von 2,6 Punkten oder 1,5% gegenüber dem revidierten Wert vom Mai erreichte der Index durchschnittlich 176,0 Punkte.

Vor dem Hintergrund einer starken Importnachfrage insbesondere aus Ostasien - wo die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest die inländische Produktion weiterhin einschränkt - stiegen die Notierungen für Schaf-, Schweine- und Geflügelfleisch. Auch bei Rindfleisch herrschte eine rege weltweite Importnachfrage, allerdings blieben hier die Notierungen aufgrund eines größeren Exportaufkommens aus Ozeanien stabil, berichtet die FAO.

Stärkerer Real stützt Zuckerpreise

Der FAO-Zuckerpreisindex kletterte im Juni um 7,4 Punkte oder 4,2 % auf durchschnittlich 183,3 Punkte im Vergleich zum Vormonat. Die internationalen Zuckerpreise wurden weitgehend von einer stärkeren brasilianischen Währung (Real) gegenüber dem US-Dollar beeinflusst. Zusätzlich stützten Berichte über einen Rückgang der Exporte aus der EU die Weltzuckerpreise, so die FAO.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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