Streitpunkt

Finger weg von Handelsschranken!

Die Verbraucher lieben die Vielfalt im Supermarkt, z.B. bei den Käsesorten. Diese Handelsvorteile gingen verloren, wenn mit Regionalität nur Teile der EU-Länder gemeint wären.

Agrarökonom Prof. Bernhard Brümmer, Universität Göttingen kommentiert:

In der Coronakrise war oft zu hören, Regionalität sei das Gebot der Stunde, auch und gerade im Agrar- und Ernährungsbereich. Lange Transporte, komplexe Lieferbeziehungen, Abhängigkeit von politischen Entscheidungen im Ausland – diese Unsicherheiten ließen sich vermeiden, wenn wir wieder mehr auf Selbstversorgung setzen würden.

Ist da was dran? Haben die Lieferketten im Agrarbereich versagt? Waren Lebensmittel in den Supermärkten knapp? Wurden Exporte gestoppt und Importe umgelenkt? Die Zahlen sprechen eine andere Sprache: Sowohl innerhalb der EU als auch bei Drittlandgeschäften stiegen die Handelsmengen sogar.

Für die deutsche Landwirtschaft und auch für die deutschen Verbraucher ist besonders der Binnenhandel und dabei der sogenannte intraindustrielle Handel bedeutsam: Unterschiedliche Varianten ein- und desselben Guts werden zwischen...


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