Analyse

Fleisch weltweit gefragt

Chinas Fleischimporte sollen weiter steigen. Das dürfte bei Rindfleisch für knappe Reserven und bei Schweinefleisch für etwas Entspannung sorgen. Heribert Breker hat den USDA-Ausblick analysiert.

Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) veröffentlich regelmäßig Ausblicke auf die weltweiten Märkte für Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch. In ihrer aktuellen Prognose liefern die Washingtoner Experten Daten zum Angebot, zum Verbrauch und zum weltweiten Handel für das laufende Jahr und wagen den Ausblick auf 2022. Die wichtigsten Aussagen für die einzelnen Teilmärkte haben wir zusammengefasst.

Rind: Weltweit knapp versorgt

Weltgrößter Rindfleischerzeuger sind und bleiben die USA mit einem stabilen Weltmarktanteil von gut 20%. Mit 12,7 Mio. t liegt die Erzeugung aber nur knapp über dem Inlandsverbrauch von 12,5 Mio. t. US-Rindfleisch wird in einer Größenordnung von 1,5 Mio. t exportiert; gleichzeitig importiert das Land rund 1,3 Mio. t.

Die US-Marktversorgung ist 2021 deutlich enger geworden. Das ließ nach anfänglicher Schwäche die Preise auf umgerechnet 3,85 €/kg steigen. Für 2022 erwartet das USDA geringere US-Produktions- und Verbrauchsmengen und einen schrumpfenden Außenhandel.

Bei der weltweiten Nr. 2, Brasilien, ist die Rindfleischerzeugung 2021 um 0,7 Mio. t auf nur noch 9,55 Mio. t zurückgegangen. Das Land hat aber ein Viertel mehr Rindfleisch exportiert und seine Bestände deutlich verringert.

In jüngster Zeit gehen die Ausfuhren wieder zurück. Nach BSE-Fällen wartet man auf die Freigabe für den wichtigen chinesischen Markt. Der vorangegangene Steigflug der Preise von 2,50 auf 3,50 €/kg ist vorerst vorbei. Die aktuellen Notierungen liegen bei rund 3 €/kg. Das USDA erwartet für 2022 zwar ein leichtes Exportplus. Die Erzeugung bleibt aber wohl unter den Vorjahren.

In der EU-27, der weltweiten Nr. 3 mit rund 6,8 Mio. t Jahreserzeugung, setzt sich das Minus fort. Der früher beachtliche Exportüberschuss ist deutlich geschrumpft. Nach dem Brexit zählt Großbritannien mit 30% Anteil zu den größten Empfängerländern. Die EU-Importe stammen zu 80% aus Brasilien, Argentinien und Uruguay.

Gegenüber den Vorjahren sind die Importe um mehr als 20% geschrumpft und machen nur noch knapp 1,7% des EU-Verbrauchs aus. Für 2022 sollen Ex- und Import wieder leicht steigen.

Die australische und neuseeländische Rindfleischerzeugung liegt nach den verheerenden Wald- und Steppenbränden immer noch 20% unter den früheren Ergebnissen. Für 2022 rechnet das USDA mit einer Bestandsaufstockung, die früheren...

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