Einschätzung

Getreidemarkt: Steigen die Preise noch weiter?

Abgesehen von kurzfristigen Ausschlägen nach unten tendieren die Getreidenotierungen immer noch vergleichsweise fest. Dass das weiterhin so bleibt, ist allerdings nicht sicher.

Es ist fast schon ein Luxusproblem: Viele Landwirte haben noch einen Teil der Getreideernte dieses Jahres im Lager, einige sogar den Großteil. Und die feste Preisentwicklung der ­vergangenen Wochen spricht für er­heblich attraktivere Lagerrenditen als in anderen Jahren.

Allerdings haben etliche Erzeuger gerade wegen der deutlich gestiegenen Preise jetzt Angst, den sprichwörtlichen Sack zu früh zuzu­machen und sich die Chance auf noch bessere Erlöse zu verbauen. Was soll man tun?

Der Optimismus überwiegt

Die meisten Analysten raten davon ab, mit sehr großen Mengen und vollem finanziellen Risiko auf weitere Preissteigerungen zu spekulieren. „Ich will nicht ausschließen, dass der Brotweizen sogar die Marke von 300 €/t knackt, aber für sehr wahrscheinlich halte ich das vorerst nicht“, sagt ein Marktkenner.

Er rät, jetzt bei attraktiven Geboten die Gunst der Stunde für Verkäufe weiterer Teilmengen zu nutzen. Das verbessert die Liquidität – Pachten und oft teure Betriebsmittel müssen schließlich bezahlt werden. Außerdem ist...


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